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Die erste Reihe steht

Auf der Baustelle am Albert-Mücke-Ring geht es voran – auch wenn hier nicht alles wie gewohnt verläuft.

SEEG-Chefin Birgit Richter und OB Olaf Raschke auf der Baustelle am Albert-Mücke-Ring 1. Hier entstehen insgesamt 15 Reihenhäuser.
SEEG-Chefin Birgit Richter und OB Olaf Raschke auf der Baustelle am Albert-Mücke-Ring 1. Hier entstehen insgesamt 15 Reihenhäuser. © Claudia Hübschmann

Meißen. Schon zum dritten Mal in diesem Corona-Jahr kann das Richtfest nicht stattfinden. Dabei kommt dieses Bauprojekt der städtischen Wohnungsgesellschaft, für das im Sommer der Grundstein gelegt wurde, gut voran. Die Geschäftsführerin der Stadtentwicklungs- und -erneuerungsgsellschaft (SEEG) Birgit Richter nutzt den Anlass, um gemeinsam mit Oberbürgermeister Olaf Raschke, der auch Chef des SEEG-Aufsichtsrates ist, die Baustelle am Albert-Mücke-Ring 1 in Augenschein zu nehmen.

Die erste Reihe mit fünf der hier insgesamt geplanten 15 Reihenhäuser steht bereits im Rohbau. Noch lässt es sich nur erahnen, wie es sich hier auf drei Etagen wohnen lässt, wenn die Zeile im nächsten September bezugsfertig ist. Insgesamt 140 Quadratmeter Wohnraum bietet jedes der fünf Häuser.

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Der Clou dieser von den Dresdner Architektenbüro Heinle Wischer und Partner entworfenen Reihenhäuser ist eine Galerie oberhalb des Wohnzimmers. Die hohen Fenster werden mit Außenjalousien versehen sein. Duschen und Bad werden im ersten Geschoss installiert. Ins Erdgeschoss kommt ein Gäste-WC. An einen Hauswirtschaftsraum ist ebenso gedacht wie an abschließbare Fahrradschuppen für jede der drei Häuserzeilen.

In der zweiten Reihe, die bereits wächst, entstehen dieselben Wohnungen in drei Geschossen. Die Häuser, die in einer dritten Reihe gebaut werden, sind zweigeschossig und bieten 105 Quadratmeter zum Wohnen. Diese fünf Wohnungen sollen Ende 2022 bezugsfertig sein, so die SEEG-Chefin.

Dächer sorgen für angenehmes Klima

Alle 15 Häuser werden von einer Fernwärmestation aus beheizt. Die begrünten Dächer werden so dimensioniert, dass sie Wasser speichern können. Hier sollen auch Erfahrungen des K 2-Projektes der SEEG in der Zaschendorfer Straße, wo es an der Bewässerung für das Gründach mangelt, Berücksichtigung finden. Regenwasser kann aufgefangen und abgeleitet werden. Mittels Verdunstung können die Dächer zum angenehmen Klima im Wohngebiet beitragen, erläutert Birgit Richter die Idee der Bauplaner.

Vor allem an junge Familien richtet sich das Angebot, das die SEEG hier am Albert-Mücke-Ring schafft. Von Anfang an wurde darauf geachtet, dass sich die Baukosten an denen im sozialen Wohnungsbau orientieren, sagt Birgit Richter. So sollen die Wohnungen hier in der ersten Reihe für einen Quadratmeter-Preis von 9,40 Euro vermietet werden. Für die zweigeschossigen Wohnungen in der letzten Reihe wurden knapp zehn Euro für den Quadratmeter Wohnfläche kalkuliert.

Die nächste Häuserzeile wächst bereits.
Die nächste Häuserzeile wächst bereits. © Claudia Hübschmann

Im Gesamtbudget von 4,5 Millionen Euro für das Bauprojekt sind auch die Kosten für die innere Erschließung wie des kleinen Wohngebietes enthalten. Dazu gehören auch 20 Pkw-Stellplätze, die sich jeweils gegenüber den äußeren Häuserzeilen befinden. Aber auch das Anlegen breiter Grünstreifen zwischen den Häuserzeilen und das Anpflanzen von Bäumen sehen die Baupläne am Albert-Mücke-Ring 1 vor.

Ein Angebot für junge Familien

Die Reihenhäuser sollen ausschließlich vermietet werden. Die SEEG wolle ein Angebot für junge Familien schaffen, die sich kein Eigenheim kaufen wollen oder können. Es sollen „Häuser für die Familie – für die Zeit der Familie“ sein. So beschreibt Birgit Richter die Idee für diese Siedlung, wohl wissend, dass man in einem dreigeschossigen Haus nicht ein ganzes Leben lang wohnt. Die SEEG reagiere damit diesem Angebot auch auf die große Nachfrage junger Familien nach Wohnraum in Meißen. Erste Anfragen für die entstehenden Reihenhäuser liegen bereits vor.

Die Reihenhäuser sind Teil eines Konzepts, mit dem die SEEG das Wohnquartier am Albert-Mücke-Ring buchstäblich umkrempelt. So werden die in den letzten DDR-Jahren errichteten Wohnblocks schrittweise saniert. Außerdem wurden zwei Mehrfamilienhäuser neu errichtet, von denen eines als energieautarkes Wohnhaus bislang einzigartig in Sachsen ist.

Hätte das Richtfest für die erste Reihenhauszeile wie gewohnt stattgefunden, hatte Birgit Richter in ihrer Dankesrede an die Bauleute auch darauf verwiesen, dass sechs Firmen aus Meißen und fünf aus dem Landkreis auf der Baustelle arbeiten und die SEEG damit die heimische Wirtschaft auf dieser Baustelle einbindet. Aber auch darauf, dass mit Projektleiterin Kerstin D'Alessandro, Bauleiterin Andrea Welzig und Planerin Sybille Stiehler dieses Vorhaben mit allerhand Frauenpower bewältigt wird.

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Birgit Richter hätte auch erwähnt, dass diese Baustelle im Zeitplan liegt. Und die zweite Zeile wächst bislang schneller als erwartet. Das Richtfest für diese fünf Reihenhäuser könnte im März stattfinden. Hoffentlich muss es nicht wieder ausfallen.


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