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Die große Hoffnung auf Besucher

Der Bauernmarkt in der Hebelei war ein großer Erfolg. Den erhofft sich Betreiber Sven Näther nun auch von der baldigen Öffnung des Tierparks.

Bauernmarkt in der Hebelei unter Coronabedingungen mit Maske und Abstand. Die Besucher hielt das nicht ab.
Bauernmarkt in der Hebelei unter Coronabedingungen mit Maske und Abstand. Die Besucher hielt das nicht ab. © Claudia Hübschmann

Diera-Zehren. Eigentlich war er schon abgesagt, der Bauernmarkt in der Hebelei, der für den vergangenen Sonntag geplant war. Wie schon im Februar fanden sich zu wenige interessierte Händler. Sie fürchteten, dass wegen der Corona-Maßnahmen wie der 15-Kilometer-Regelung zu wenige Besucher kommen würden, sich der Aufwand letztlich nicht rechnen würde. Doch quasi über Nacht wurde der Markt gerettet. "In der Nacht zum Mittwoch kamen mehrere Mails von Händlern, die ihr Kommen zusagten", so Sven Näther, der den Tierpark betreibt und auch den Bauernmarkt organisiert.

So fand der Markt doch statt. Nicht nur die Erwartungen der Händler, sondern auch seine eigenen wurden übertroffen. Schon zur Öffnung um 10 Uhr waren die Parkplätze gut gefüllt, zahlreiche Marktbesucher unterwegs. "Ich hatte den Eindruck, dass viele Leute froh waren, dass ihnen wieder eine Einkaufsmöglichkeit geboten wurde. Ich bin sehr froh, dass der Markt so gut gelaufen ist", so Näther. Zugute kam ihm wohl auch, dass das Wetter nicht so schlecht war wie vorhergesagt, und dass Staucha seinen Bauernmarkt am Tag zuvor abgeblasen hatte.

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Im Gegensatz zu manch anderem Markttag hätten sich die Besucher sehr diszipliniert verhalten. Alle hätten sich vorbildlich an die Pflicht gehalten, Mund-Nasen-Schutz zu tragen, auch die Abstände seien weitgehend eingehalten worden. "Wir haben aber auch unser Hygienekonzept laufend aktualisiert, Masken für Besucher bereitgehalten, die eventuell ihren Mundschutz vergessen hatten, oder als Ersatz, wenn eine Maske kaputtgegangen ist. Da gibt es dann keine Ausrede mehr, die Regeln werden eingehalten", so der Betreiber.

Dem Tierpark kommen die Standgebühren der Händler und die Parkgebühren der Besucher zugute. Dies kann aber die fehlenden Eintrittsgelder nicht kompensieren. Sehnsüchtig wartet der Tierparkchef deshalb auf den 15. März. Von diesem Tag an dürfen auch in Sachsen Zoos und Tierparks wieder öffnen. Während das in anderen Bundesländern schon längst wieder möglich ist, hinkt Sachsen auch hier hinterher.

Es gelten aber strenge Regeln. So müssen sich Besucher anmelden und einen Termin vereinbaren. Sven Näther empfiehlt, dies am besten per Mail zu tun, da es ihm nicht möglich ist, einen Mitarbeiter abzustellen, der den ganzen Tag am Telefon sitzt.

Auch im Außengelände gilt die Maskenpflicht. Am Eingang muss ein Formular mit Kontaktdaten ausgefüllt werden. "Wir empfehlen, dieses Formular von unserer Homepage herunterzuladen und schon ausgefüllt mitzubringen", so Sven Näther. Es liegen aber auch Exemplare am Eingang bereit.

Die Einschränkungen gelten derzeit bei einer Inzidenz von 50 bis 100. Liegt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner gerechnet bei unter 50, gibt es keine Einschränkungen. Doch auf der anderen Seite lauert das Damoklesschwert: Ab einer Inzidenz von mehr als 100 sind die Tierparks wieder dicht. Sven Näther hofft, dass es dazu nicht kommen wird. Es hängt seine Existenz daran. Und nicht nur seine.

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