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Abschied von der Politik

Der Meißner CDU-Abgeordnete Thomas de Maizière hält seine letzte Rede im Bundestag. Im Herbst zur Wahl tritt er nicht mehr an.

Es geht in einen neuen Lebensabschnitt: Thomas de Maiziére (67) sprach zum letzten Mal im Bundestag.
Es geht in einen neuen Lebensabschnitt: Thomas de Maiziére (67) sprach zum letzten Mal im Bundestag. © Robert Michael

Meißen/Berlin. Der Meißner Bundestagsabgeordnete Thomas de Maizière hielt am Donnerstagabend seine letzte Rede im Deutschen Bundestag. Nach einem Leben in der und für die Politik und über einem Jahrzehnt im Bundestag tritt der 67-Jährige im Herbst nicht mehr an. Seine abschließenden Worte waren: "Ich bin dankbar und stolz, diesem Hohen Haus der Demokratie angehört zu haben. Ich verabschiede mich und wünsche alles Gute!"

Seine Abschiedsrede hält er nicht als dreifacher Minister oder Chef des Bundeskanzleramtes, sondern als dreimaliger Abgeordnete seines Wahlkreises 155 in Meißen. De Maizière musste hier im Jahr 2017 erleben, wie seine CDU unter Druck geraten ist. Er konnte den Wahlkreis nur knapp gegen den AfD-Herausforderer Carsten Hütter verteidigen. Wie wichtig ihm die Arbeit im Wahlkreis und als Abgeordneter stets war, zeigt diese Aussage in seiner letzten Rede: "Wer nicht will, dass einzelne Unternehmen, das Internet, Bewegungen oder andere Institutionen die Welt beherrschen, sondern wer will, dass die Politik das letzte Wort zur Ordnung der weltlichen Dinge hat, der muss die Abgeordneten des Bundestages achten und ihnen etwas zutrauen, allerdings auch vertrauen können."

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Zur Bundestagswahl am 26. September tritt als Direktkandidat für die CDU jetzt der Kreisvorsitzende Sebastian Fischer an. Er versucht, in die großen Schuhe seines Vorgängers hineinzuwachsen. Fischer: "Ich kann diesem Plädoyer für politischen Anstand nur zustimmen. Volksparteien sind nicht immer cool und laut - und trotzdem braucht es sie mit ihrem Interessenausgleich, der ehrlichen Diskussion und überlegter Abwägung." Der Meißner Stadtrat Andreas Stempel habe das letzte Woche sehr gut zusammengefasst: Ideologiefreiheit und Sachorientierung.

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Im Rennen um das Direktmandat im Wahlkreis sind zunächst noch sieben weitere Kandidaten: Für die AfD tritt die Bibliothekarin Barbara Lenk (38) an, für die FDP der Immobilienmakler Johannes Schmidt-Ramos (30) und der Leipziger Markus Pohle (29) für die Linkspartei. Die Grünen haben die gebürtige Nossenerin Karin Beese nominiert. Bei den Freien Wählern hat sich der Meißner Erzieher Andre Langerfeld (49) durchgesetzt. Für die Ökologisch Demokratische Partei bewirbt sich der Meißner Museologe Steffen Förster. Die Spaß-Partei Die Partei hat Theresa Bergmann aufgestellt. Die bisherige SPD-Bundestagsabgeordnete Susann Rüthrich zog ihr Mandat als Direktkandidatin zurück. Sie möchte sächsische Kinderbeauftragte werden. Die SPD will eine Nachfolgerin nominieren.

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