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Einbruch im Eisbus Meißen: "Wir bekommen die Türen auch ohne dein Werkzeug auf"

Der Eisbus in Meißen wurde zum Ziel eines Einbruchs. Die Betreiberin will das nicht auf sich sitzen lassen, und startet einen eigenen Zeugenaufruf.

Von Jakob Hammerschmidt
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Der Eisbus in Meißen ist inzwischen eine Institution. Am Donnerstag versuchte jemand, in das Gefährt einzubrechen.
Der Eisbus in Meißen ist inzwischen eine Institution. Am Donnerstag versuchte jemand, in das Gefährt einzubrechen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Jemand hat versucht, in den Eisbus einzubrechen. Zwischen der Schließung am Mittwoch und der Öffnung am Donnerstag wollte der Täter die Tür des roten Vehikels an der Siebeneichener Straße gewaltsam aufbekommen, scheiterte jedoch letztendlich. Er hinterließ einen Sachschaden von 1.500 Euro. Das vermeldete die Polizeidirektion Dresden in einer Pressemitteilung vom Freitag.

In Beiträgen in den sozialen Netzwerken macht die Betreiberin des Eisbusses ihrem Frust Luft. "Wir bekommen die Türen auch ohne dein Werkzeug auf, danke für nichts!", steht lakonisch auf Facebook und Instagram.

Und: Man will sich scheinbar aktiv an der Suche nach dem Täter beteiligen. "Wir suchen dich jetzt... Melde dich doch bitte bei der Polizei, vielleicht erkennt dich ja jemand und gibt uns einen kleinen Tipp", so der Post weiter. Darunter sind vier Fotos zu sehen, die den mutmaßlichen Täter zeigen. Zur Abschreckung, meint Eigentümerin Bianka Sickert im Telefonat am Freitag. "Ich finde es genau richtig, das öffentlich zu machen", erklärt sie weiter. Man wolle dabei helfen, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. "Er hat in wenigen Sekunden eine Sicherheitstür zerstört", macht sie deutlich.

Eine Überwachungskamera hat den Mann schräg von oben gefilmt. Sie habe die Aufnahmen mit den Polizisten vor Ort ausgewertet, sagt Bianka Sickert, und auch diese seien sich sicher, dass es sich um den Täter handele. Andernfalls hätte sie die Fotos niemals gepostet. Die Fotos sind ein wenig unscharf, die Bildqualität mäßig. Gut genug jedoch, um etliche Facebook-Nutzer zu einem Schluss kommen zu lassen: Es muss sich um einen Ausländer handeln.

"Direkt vergasen"

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