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Eine Million für Cölln

Im Sanierungsgebiet werden Ausgleichsbeiträge fällig, die Eigentümer von Grundstücken und Häusern zahlen müssen.

Blick auf den Robert Koch Platz in Meißen Cölln ,  29.04.2021

Foto: Claudia Hübschmann

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Blick auf den Robert Koch Platz in Meißen Cölln , 29.04.2021 Foto: Claudia Hübschmann Honorarfrei für Produkte von sächsische.de und Sächsischer Zeitung Foto: Claudia Hübschmann © Claudia Hübschmann

Meißen. Mit reichlich einer Million Euro rechnet die Stadt, die sie über Ausgleichsbeiträge im Sanierungsgebiet Cölln einnimmt. Wie die Leiterin des Bauverwaltungsamtes die Stadträte im Stadtentwicklungsausschuss informierte, läuft der Status als Sanierungsgebiet im Jahr 2023 aus. Dann werden für die Eigentümer von Grundstücken im Sanierungsgebiet Ablösebeiträge fällig.

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Die Stadt kann diese Beiträge als Ausgleich erheben, weil die Grundstücke durch die seit 2008 mit staatlichen Fördergeldern finanzierten Sanierungsmaßnahmen im Stadtteil Cölln eine Aufwertung erfahren haben. Ein Gutachterausschuss hat mit der Höhe der Beiträge auch sieben verschiedene Zonen zur Staffelung dieser Abgabe festgelegt.

Wie bei anderen Sanierungsgebieten können die Eigentümer Vereinbarungen zur vorzeitigen Ablöse mit der Stadt schließen, wodurch sich die Höhe der Beiträge für sie verringert. Wie Inga Skambraks erklärte, verzeichnet die Verwaltung ein „reges Interesse“ an solchen Vereinbarungen.

Die eingenommenen Ablösebeiträge sollen für weitere Maßnahmen zur Verschönerung im öffentlichen Raum verwendet werden. Dazu sollen auch die Meißner Bürger befragt werden. Aus Sicht der Bauverwaltung böten sich die Befestigung der Wiesengasse, die Neugestaltung des Wochenmarkt-Geländes auf dem Parkplatz hinter dem Bahnhof oder die Erneuerung der Deckschicht auf der Johannesstraße an, nannte Inga Skambraks einige Möglichkeiten. Wie sie hinzufügte, kann das Geld nicht für Projekte in privater Hand eingesetzt werden, so dass der Hamburger Hof, das frühere Landkrankenhaus oder das Cöllner Schlösschen nicht in Frage kommen.

Im Juli soll auf einer Bürgerversammlung eine Bilanz des im Sanierungsgebiet Erreichten gezogen werden. Danach soll öffentlich über Vorschläge zur Verwendung der Ablösebeiträge diskutiert werden. Im September soll den Stadträten eine Liste mit Maßnahmen zur Entscheidung vorgelegt werden, erläuterte Inga Skambraks das weitere Vorgehen. (SZ/da)

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