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Feuerwehren rücken 67 Mal aus

Durch Corona mussten bei den vier Ortsfeuerwehren von Diera-Zehren Dienste und Übungen eingeschränkt werden.

Der Dachstuhl des Gasthofs "Herr Gevatter" in Wölkisch brannte am 12. Dezember vorigen Jahres komplett ab.
Der Dachstuhl des Gasthofs "Herr Gevatter" in Wölkisch brannte am 12. Dezember vorigen Jahres komplett ab. © Ingo Nestler

Diera-Zehren. Es war der wohl größte Einsatz von Ortsfeuerwehren aus der Gemeinde Diera-Zehren im vergangenen Jahr. Ein Brand ereignete sich am 12. Dezember in Wölkisch. Laut Polizei hatten unbekannte Täter auf dem Dachboden des leerstehenden Gasthofes "Herr Gevatter" ein Feuer entfach. Der gesamte Dachstuhl wurde zerstört. Mehr als 80 Feuerwehrleute, auch aus umliegenden Städten und Gemeinden, waren im Einsatz. Laut Polizei handelte es sich um Brandstiftung. Die Ermittlungen zur Brandursache sind aber noch immer nicht abgeschlossen.

Insgesamt mussten die vier Ortsfeuerwehren Diera, Nieschütz, Niederlommatzsch und Zehren im vergangenen Jahr zu 67 Einsätzen ausrücken. Fünfmal davon wurden Ortsfeuerwehren zur Unterstützung in die Nachbarkommunen gerufen. Unter anderem waren sie bei 15 Bränden und 21 technischen Hilfeleistungen wie Verkehrsunfällen, Hilfeleistungen für den Medizinischen Rettungsdienst, Ölspurbeseitigungen und Sturmschäden im Einsatz. Das hat die Gemeinde jetzt mitgeteilt.

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Trotz Corona immer einsatzbereit

Corona hat auch Auswirkungen auf die Arbeit der Feuerwehren. Die regulären Dienste mit praktischen Übungen an der Technik und theoretischen Themen für den Einsatzfall waren im vergangenen Jahr eingeschränkt. Insbesondere fehlten den Kameraden die kontinuierlichen Dienste zunehmend als stetige Schulung und Training und nicht zuletzt als ganz normaler Kontakt zu ihren Mitstreitern. Die Einsatzbereitschaft sei dennoch durchgängig gewährleistet gewesen.

In den vier Feuerwehren der Gemeinde gibt es insgesamt 95 aktive Feuerwehrleute, davon elf Frauen. Hinzu kommen 33 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren. Die Bambini Feuerwehr zählt 24 Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis acht Jahren. Die Altersabteilung zählt 32 nicht mehr aktive Feuerwehrleute.

Der Einsatzbereich der vier Feuerwehren erstreckt sich über die 21 Ortsteile des Gemeindegebietes mit rund 42 Quadratkilometern.

Neue Fahrzeuge und Häuser

Alle vier Ortswehren sind mit modernen Fahrzeugen und Gerätehäusern gut ausgerüstet. So wurde beispielsweise in Nieschütz ein neues Feuerwehrgeräthaus gebaut. Im Gegensatz zum Vorgängerbau ist dieser Standort jetzt hochwassersicher.

Auch die Fahrzeuge wurden erneuert. So erhielt die Ortswehr Zehren im Jahr 2017 ein neues Löschfahrzeug für 382.000 Euro. Das bisherige vom Typ MAN hielt damals einen traurigen Rekord. Mit 50 Jahren war es das älteste Löschfahrzeug im Landkreis Meißen. Die Feuerwehr Zehren erhielt es 1991 aus den alten Bundesländern. Dort war es bereits damals aus Altergründen abgeschafft worden.

Im vergangenen Jahr erhielt die Feuerwehr in Nieschütz ein neues Löschfahrzeug.

Autos aus DDR-Zeiten wie B 1000, Robur oder W 50 gibt es in den Diera-Zehren Ortsfeuerwehren schon lange nicht mehr. Die letzten Oldtimer wurden 2013 ausgemustert. (SZ/jm)

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