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Förderschule „An der Nassau“ braucht mehr Raum

Die Schule hat die Kapazitätsgrenze bereits überschritten. Der Landkreis als Schulträger plant eine Erweiterung.

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Die Förderschule „An der Nassau“ soll einen Erweiterungsbau bekommen.
Die Förderschule „An der Nassau“ soll einen Erweiterungsbau bekommen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Vier Flurstücke mit einer Gesamtfläche von 3.575 Quadratmetern verkauft die Stadt an das Landratsamt. Im Verwaltungsausschuss stimmten jetzt alle acht anwesenden Stadträte dem in der Stabsstelle Liegenschaften vorbereiteten Beschlussentwurf zu. Durch den Verkauf der Grundstücke fließen 71.500 Euro in die Stadtkasse.

Der Landkreis braucht die an der Ziegelstraße in Zaschendorf gelegene Fläche für eine mögliche Erweiterung der Förderschule „An der Nassau“, begründete die im Rathaus für Liegenschaften zuständige Sachgebietsleiterin Kati Meinig-Greiffenberg das Ansinnen der Verwaltung. Die Flächen befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulgelände, sodass die Schüler zum Erweiterungsbau gelangen können, ohne die Straße zu überqueren.

Die Schule „An der Nassau“ ist eine von zwei Förderschwerpunkten geistige Entwicklung im Landkreis Meißen. Für beide Schulen fungiert der Landkreis als Träger und ist damit auch für deren Finanzierung und Unterhaltung verantwortlich. Diese Schulen sind auch von den seit einigen Jahren steigenden Schülerzahlen in der Region Radebeul, Coswig und Meißen betroffen. „Die Schule ‚An der Nassau‘ Meißen ist seit längerer Zeit an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Die vorhandenen Räume bieten regulär für insgesamt zwölf Klassen Platz“, informiert die Sprecherin des Landkreises Anja Schmiedgen-Pietsch.

Wie sie erläutert, wird im Rahmen des Diagnostikverfahrens für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarfen die geeignete Schulform ermittelt und den Sorgeberechtigten empfohlen. „Die Eltern können anschließend zwischen einer Beschulung in einer Regelschule oder in einer Förderschule wählen. Hierbei bieten die Förderschulen oft die besten Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler“, so die Sprecherin.

Die Zugangszahlen in der Förderschule „An der Nassau“ der letzten Jahre haben dazu geführt, dass über die eigentliche Kapazität Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden mussten. Aktuell lernen 14 Klassen in dem Schulgebäude. In den kommenden Schuljahren kann die Bildung einer 15. Klasse notwendig werden.

„Um den Schülerinnen und Schülern auch weiterhin optimale Lern- und Entwicklungschancen zu bieten, hat sich der Landkreis Meißen dazu entschlossen, eine funktionelle Erweiterung der Schule zu prüfen und umzusetzen. Ein erster Schritt hierbei ist die Erweiterung der Grundstücksfläche in unmittelbarer Umgebung der Schule, da das vorhandene Grundstück hierfür zu klein ist. Weitere Planungsschritte befinden sich in Vorbereitung und sind vor der Umsetzung durch die Kreisgremien zu beschließen“, erläutert Anja Schmiedgen-Pietsch.

Wie sie weiter ausführt, soll die geplante Erweiterung am südlichen Gebäudeflügel des Haupthauses in Richtung Ziegelstraße ansetzen. „Hierzu wird als nächster Schritt ein Planungskonzept entwickelt. Die Maßnahme wird in die Haushaltsplanung 2023/2024 aufgenommen.“

Vorgesehen ist, bis zum Sommer 2022 den Entwurf zu erstellen und auf dessen Basis eine Förderung im Rahmen der Schulinfrastrukturverordnung zu beantragen. Nach Bestätigung durch die Kreisgremien sollen Planung und Ausschreibung so eingeordnet werden, dass im Sommer 2023 mit dem Bau begonnen werden könnte. Die Übergabe an die Schule ist demnach für Sommer 2024 avisiert. Nach Angaben der Sprecherin gehen die Planungen aus jetziger Sicht von Kosten in Höhe von etwa 1,6 Millionen Euro aus. (SZ/da)