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20 Jahre für die Schönheit

Eigentlich wollte Kosmetikerin Ines Gumpert dieses Jahr groß feiern. Doch sie darf nicht.

Die Meißner Kosmetikerin Ines Gumpert blickt auf 20 erfolgreiche Jahre zurück, auch wenn sie das Jubiläum leider nicht groß feiern kann.
Die Meißner Kosmetikerin Ines Gumpert blickt auf 20 erfolgreiche Jahre zurück, auch wenn sie das Jubiläum leider nicht groß feiern kann. © Claudia Hübschmann

Meißen. Sie versteht es, selbst diesen schwierigen Zeiten noch etwas Gutes abzugewinnen. Das kleine Büro von Kosmetikerin Ines Gumpert verwandelt sich in diesen Tagen zeitweise in eine improvisierte Werkstatt für kleine Weihnachtsgeschenke.

Ihrer eigentlichen Profession darf die Meißnerin nicht nachgehen. Obwohl medizinische Fußpflege ursprünglich Teil ihrer Ausbildung war, ist dies heute nicht offiziell anerkannt. Damit gehört ihr Kosmetik- und Fußpflegestudio in der Nähe des Beyerleinplatzes zu den Dienstleistern, die keine Ausnahme-Genehmigung im Rahmen der Corona-Hilfen erhalten und schließen müssen. Als Ausgleich sollen 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats durch den Bund erstattet werden.

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Dabei sollte gerade 2020 für die Schönheits-Spezialistin ein ganz besonderes Jahr werden. Zum 20. Mal jährte sich im April ihr mutiger Start in einen neuen Lebensabschnitt. Nach der Wende bei einer großen Versicherung beschäftigt, hätte sie ihrer Tätigkeit wegen nach Leipzig wechseln müssen. Das wollte sie nicht. Über das Arbeitsamt ergab sich damals eine bezahlte zweijährige Ausbildung als Kosmetikerin und Fußpflegerin. In diesem Beruf fand sie ihre Erfüllung.

"Die Arbeit wird nie langweilig, da es immer wieder neue und interessante Innovationen in der Branche gibt", sagt die Unternehmerin. Der zweite wichtige Grund für die Liebe zu ihrem Beruf ist der tägliche soziale Austausch. Die Geschichten, welche die Kunden, erzählen, werden ihr nie langweilig. Zwischendurch wird viel gelacht.

Es wird wieder ein Jubiläum geben

Der Kundenkreis von Ines Gumpert erstreckt sich mittlerweile über die gesamte Stadt. Nicht selten nutzen frühere Meißner, die es unterdessen in die Ferne gezogen hat, einen Besuch in ihrer alten Heimatstadt, um sich in den hellen, freundlichen und geschmackvollen Räumen des Studios behandeln zu lassen. Naturgemäß liegt der Altersdurchschnitt etwas höher. Selbst einige Männer sind darunter. Sie zählen zu den treusten Besuchern.

Der neuste Schrei ist derzeit eine Anti-Aging-Behandlung, die auf der Basis des sogenannten Nano Needlings erfolgt. Mit kleinster Nadeltechnik werden auf sanfte Weise hochkonzentriertes Hyaluron oder Feuchtigkeitskonzentrate in die Haut eingearbeitet. Der Straffungseffekt halte dauerhaft an, sagt die Kosmetikerin. Auch im Bereich des Permanent-Make-Ups gebe es neue Trends. Dazu zähle ein farbiges, veganes Gel mit einer sehr guten Hautverträglichkeit, mit welchem sich nachhaltige Effekte erzielen lassen.

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Die ist ihr überhaupt ein großes Anliegen. Es geht der Fachfrau nicht um Schnellschüsse, sondern das längerfristige Wohlbefinden ihrer Kundinnen und Kunden. Von Anfang hat sie deshalb zum Beispiel auch auf biologische Kosmetika gesetzt. Ein Ende des Fortschritts in ihrem Fachgebiet lässt sich nicht absehen. Deshalb ist sich Ines Gumpert sicher: Die Zeit wird kommen, wo es wieder ein Jubiläum zu feiern gibt. Dann ganz persönlich und unbelastet von Corona-Auflagen. (SZ/pa)

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