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Camping weiter voll im Trend

Zwar kamen weniger Camper als 2020 ins Waldbad Oberau, dennoch ist es das zweitbeste Ergebnis seit 20 Jahren. Es gibt aber auch eine schlechte Nachricht.

Objektleiter Alexander Rajek freute sich trotz späterer Öffnung und eines durchwachsenen Sommers über viele Camper und Badegäste im Waldbad Oberau.
Objektleiter Alexander Rajek freute sich trotz späterer Öffnung und eines durchwachsenen Sommers über viele Camper und Badegäste im Waldbad Oberau. © Claudia Hübschmann

Niederau. Corona und der kühle, verregnete Sommer haben dem Waldbad Oberau die Bilanz vermiest. Insgesamt kamen in diesem Jahr exakt 11.987 Badegäste. Das waren etwa 3.000 weniger als 2019, dem letzten Jahr vor Corona. Auch die Zahl der Campinggäste ging im Vergleich zum Vorjahr mit 1.420 um rund zehn Prozent zurück. "Dennoch ist das seit dem Jahr 2 000 unser zweitbestes Ergebnis", sagt Objektleiter Alexander Rajek. Mehr kamen nur im ersten Coronajahr 2020 mit 1.585, ein Viertel mehr als 2019. Das lag vor allem daran, dass im vergangenen Jahr Reisen kaum möglich waren und viele das Campen in Deutschland neu oder wieder für sich entdeckten. Auch die Zahl der Übernachtungen ging mit 3.134 zwar um fast ein Viertel gegenüber dem Vorjahr zurück, war dennoch ebenfalls das zweitbeste Ergebnis seit dem Jahr 2000.

Späterer Saisonbeginn und Corona brachten dem Waldbad Oberau in diesem Jahr deutlich weniger Badegäste. Objektleiter Alexander Rajek ist dennoch mit der Bilanz sehr zufrieden.
Späterer Saisonbeginn und Corona brachten dem Waldbad Oberau in diesem Jahr deutlich weniger Badegäste. Objektleiter Alexander Rajek ist dennoch mit der Bilanz sehr zufrieden. © Waldbad

Saison begann einige Wochen später

Bei den Campingzahlen muss man auch bedenken, dass wegen der Inzidenzzahlen im Landkreis Meißen die Campingsaison 2021 erst nach Pfingsten beginnen konnte, sieben Wochen später als sonst. Genauso verspätet startete auch die Badesaison. Mieträumlichkeiten im Waldbad durften zeitweise für Klassenabschlussfeiern nicht genutzt werden, Jugendweihefeiern fielen aus oder wurden verlegt. "Hinzu kam, dass Plätze vorbestellt und Tickets online gekauft werden mussten. Doch trotz verspätetem und hinderlichem Start hat sich auch dieses Jahr gezeigt, dass Camping voll im Trend liegt. Der Campingplatz konnte dieses Jahr mit 3.134 Übernachtungen eines der besten Ergebnisse erzielen", sagt Alexander Rajek.

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Der Trend 2021 war hauptsächlich Kurzzeitcamping, also Freitagnachmittag ab auf den Campingplatz und Sonntagnachmittag wieder nach Hause. Gründe dafür seien ganz unterschiedlich gewesen, so das Treffen mit Freunden, Grillen in der Natur, ein Abend am Lagerfeuer, Erholung vom Wochenstress. Auch Badegäste konnten trotz mancher Regentage die vielen schönen Sonnentage nutzen, um zu baden, sich zu sonnen, Minigolf zu spielen oder einfach nur zum Entspannen. Die Waldbadgaststätte, die nun die zweite Saison von Bärbel Seefeld betrieben wurde, erfreute sich starken Zuwachses und weiterer Beliebtheit.

Am vergangenen Sonntag gab es bei einer Wassertemperatur von 17 Grad Celsius die letzte Möglichkeit, in die Fluten zu springen. Nun wird wie jedes Jahr der Badesee im Oktober abgelassen und entschlammt, um ab Dezember frisches Wasser für die Badesaison 2022 anzustauen. Probleme mit dem Wasserstand gab es in diesem Jahr nicht, im Gegenteil. "Wir musste nicht einen Tropfen nachfüllen, hätten sogar etwas ablassen können", so der Objektleiter. Obwohl er sich ein paar mehr heißere Tage gewünscht hätte, kann er dem Wetter auch Gutes abgewinnen: "Unsere Liegewiese war so schön grün wie lange nicht."

Preise für Camping werden erhöht

Er hofft, dass der Campingboom auch weiterhin anhält. Für alle Camper im Waldbad Oberau gibt es allerdings eine schlechte Nachricht. Die Gemeinde, welche Bad und Campingplatz betreibt, wird die Preise für das Campen teils deutlich anheben. Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat jetzt gefasst. So erhöht sich für Dauercamper und Bungalownutzer beispielsweise die Jahresgebühr pro Erwachsenem von 60 auf 70 Euro. Für Kinder, die bisher kostenfrei im Bungalow untergebracht werden durften, müssen künftig 20 Euro pro Kind und Jahr gezahlt werden. Auch die jährlichen pauschalen Müllgebühren erhöhen sich von 30 auf 50 Euro. Für die Nutzung eines Parkplatzes sind 40 statt bisher 35 Euro im Jahr zu zahlen.

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Auch für Kurzcamper wird es teurer. Zwar steigen die Kosten pro Erwachsenen und Nacht nicht wie ursprünglich vorgesehen auf neun Euro, sondern bleiben bei sieben, für Kinder erhöht sich der Preis aber von drei auf vier Euro pro Nacht. Hinzu kommen die Kosten pro Caravan oder Wohnmobil pro Nacht, die von sieben auf neun Euro erhöht werden. Wer ein Zelt aufstellt, muss dafür sechs statt bisher vier Euro pro Nacht berappen. Die Parkplatzgebühren steigen von 2,50 Euro auf drei Euro pro Nacht.

Die neuen Preise gelten ab 1. Januar 2022. Dadurch erhofft sich die Gemeinde Mehreinnahmen von 5.500 Euro im Jahr.

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