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Die Partei wollte Tierpark führen

Von den Satirikern gibt es eine nicht ernst gemeinte Bewerbung für die Anlage in Meißen.

Der Meißner Tierparkchef Heiko Drechsler mit Känguru Gertrud. Die Stadt hat den Grund der Anlage neu ausgeschrieben. Jetzt haben sich verschiedene Interessenten gemeldet.
Der Meißner Tierparkchef Heiko Drechsler mit Känguru Gertrud. Die Stadt hat den Grund der Anlage neu ausgeschrieben. Jetzt haben sich verschiedene Interessenten gemeldet. © privat

Meißen. Der Kreisverband der Satire-Organisation Die Partei hat angeregt, aus dem Tierpark Meißen einen "Live-Park für Neonazis, Reichsbürger, Impfgegner, Querdenker und ähnliche Zeitgenossen" zu machen. So ist es in einem Schreiben an die Stadt Meißen nachzulesen. Mit "geschätzten 4.800 Mitgliedern im Kreis" verfüge man über ausreichend Manpower, um der Anlage eine neue Zukunft zu geben.

Mit Tieren an sich möchten die Satiriker jedoch nichts mehr zu tun haben. Die meisten sollen freigelassen und der Rest geschlachtet sowie "gegrillt" werden. Als Leiter könne man sich den Meißner SPD-Landtagsabgeordneten Frank Richter vorstellen. Der Fischteich werde in ein Freibad für die Meißner und ihre Gäste verwandelt. Dies sind nur drei von gut einem Dutzend Ideen, welche Die Partei der Stadt vorstellt.

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Über die Antwort aus dem Rathaus zeigte sich der Kreisverbandsvorsitzende Michael Reuter allerdings wenig erfreut. In einem Schreiben an die SZ bezeichnet er sie als "schnöde, formlos und intransparent." Die Verwaltung hatte geantwortet, dass die Ausführungen in der Interessensbekundung "nicht uninteressant" seien, die Bewerbung jedoch trotzdem im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt werde.

Diese aktuelle Posse ist Teil eines mehrstufigen Verfahrens, mit dem die Stadt einen neuen Interessenten für den Tierpark sucht. Der jetzige Betreiber Heiko Drechsler hatte mehrfach betont, aufgrund fehlender Zuschüsse aufgeben zu wollen. Ihm gehören allerdings die Tiere und zahlreiche Gehege. Zudem hat er auf dem Gelände erhebliche Sachleistungen erbracht. Dafür verlangt der Dresdner eine angemessene Entschädigung. Sonst könnte es bei Aufhebung des Pachtvertrages Schwierigkeiten geben.

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