merken
PLUS Meißen

Lummscher Krautmarkt ohne Maske

Das Lommatzscher Erntedankfest findet nach einem Jahr Coronapause am Sonntag statt. Ob es auch einen Weihnachtsmarkt geben wird, ist noch unklar.

Das Krauthobeln, hier 2017 von Mädchen und Jungen der Lommatzscher Oberschule vorgeführt, gehört natürlich zum Krautmarkt dazu.
Das Krauthobeln, hier 2017 von Mädchen und Jungen der Lommatzscher Oberschule vorgeführt, gehört natürlich zum Krautmarkt dazu. © Archivfoto: Gerhard Schlechte

Lommatzsch. Im vergangenen Jahr fiel er Corona zum Opfer, der "Lummscher Krautmarkt". Erstmals in der Geschichte des Lommatzscher Erntedankfestes konnte die Veranstaltung nicht durchgeführt werden. Doch nun geht es wieder los. Am Sonntag gibt es den diesjährigen Krautmarkt.

"Einlasskontrollen wie beim Winzerstraßenfest in Weinböhla wird es bei uns nicht geben, das Festgelände ist ja nicht abgesperrt. Es ist auch kein Nachweis darüber notwendig, ob Besucher geimpft, genesen oder wegen Corona getestet sind", sagt Susann Kohlmann, die in der Stadtverwaltung für den Markt zuständig ist. Da die Veranstaltung im Freien stattfindet, gibt es auch keine Maskenpflicht, die Abstände sind aber einzuhalten. Verschärfte Regeln würden nur gelten, wenn es in Lommatzsch über fünf Tage eine Inzidenz von 35 oder mehr gäbe. "Da wir derzeit eine Inzidenz von 26 haben, gilt das bis Sonntag als unwahrscheinlich", sagt Susann Kohlmann. Es wird mit nicht mehr als 500 Besuchern auf dem gesamten Festgelände gleichzeitig gerechnet, sagt Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP). Die Stadt habe ein entsprechendes Hygienekonzept eingereicht.

Anzeige
Bauherrentage in der Musterhausausstellung UNGER-Park
Bauherrentage in der Musterhausausstellung UNGER-Park

Am 18. und 19. September finden die „Bauherren-Tage“ statt. Freuen Sie sich auf Vorträge, Informationsrunden und Aktionen rund um nachhaltiges Bauen.

Der Lummscher Krautmarkt wird mit einem Erntedankgottesdienst in der Wenzelskirche eröffnet. Hier finden auch eine Ausstellung und ein Konzert statt.
Der Lummscher Krautmarkt wird mit einem Erntedankgottesdienst in der Wenzelskirche eröffnet. Hier finden auch eine Ausstellung und ein Konzert statt. © Claudia Hübschmann

Maske in Museum und Kirche

Ein Mund-Nasenschutz gilt jedoch in Innenräumen, also im Museum und in der Kirche. Hier findet die Wanderausstellung "Gegen das Vergessen", die seit Freitag voriger Woche zu sehen ist, statt. Sie kann bis zum 19. September jeweils von Freitag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr besucht werden.

Unter der Schirmherrschaft des Landrats des Landkreises Mittelsachsen Matthias Damm und in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora präsentiert die François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur eine Kollektion mit Zeichnungen, die in Konzentrations- und Arbeitslagern entstanden sind und von Thomas Geve, einem damaligen Gefangenen, angefertigt wurden. Sie zeigen oder beschreiben das dortige Leben. Zudem werden historische Fotografien von dem damaligen Gefangenen Alfred Stüber gezeigt. Die Kirchgemeinde sichert die Öffnungszeiten ab.

Am Sonntag findet anlässlich des Krautmarktes der Lommatzscher Orgelsommer statt. Ab 16.30 Uhr gibt es in der Wenzelskirche Lommatzsch unter dem Motto "Geschichte(n) zur Orgel" Musik, Schauspiel und Tanz mit Gabriele Bultmann, die historische Instrumente spielt und singt, und Daniele Ruzzier (Schauspiel und Tanz). Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung ist für Familien geeignet.

Eröffnet wird der Krautmarkt um 10 Uhr mit dem Erntedankgottesdienst in der Lommatzscher St. Wenzelskirche. Danach ziehen die Nachwuchsspielleute zum Markt und geben zum Aufziehen des Erntekranzes ein Platzkonzert. Anschließend gibt es den Umzug zum Festplatz, der sich am Sportplatz befindet. "Durch die unterschiedlichen Veranstaltungsorte ziehen wir die Besucher auseinander, damit auch die Abstände eingehalten werden können", so Susann Kohlmann.

Besondere Programmpunkte auf dem Festplatz sind zum Beispiel Auftritte des Lommatzscher Carneval Clubs, des Spielleuteorchesters und der Gentlemen on Drums. Zwischen Markt und Festplatz wird es einen kostenlosen Shuttle geben. Ob dies der "Stahlmax" aus Riesa sein wird, steht aber noch nicht fest. Der Zug ist derzeit in Reparatur. "Es wird aber auf jeden Fall einen Shuttle geben", versichert Susann Kohlmann.

Am Sonntag können auch die Händler der Stadt von 12 bis18 Uhr ihre Geschäfte öffnen. Die meisten würden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

Warten auf die neue Verordnung

Ob es in diesem Jahr auch wieder einen Weihnachtsmarkt geben wird, ist noch offen. Geplant ist dieser zwar für den 27. November, den ersten Advent. Das Problem: Die aktuelle Corona-Schutzverordnung gilt bis 18. November. "Wir wissen nicht, was dann in der neuen Verordnung steht und wie sich Inzidenzen und Belegung der Intensivbetten entwickeln. Große Weihnachtsmärkte wurden ja schon abgesagt. Im Moment mache ich mir da noch keine Gedanken. Wir planen erst mal weiter", so Susann Kohlmann.

Mehr zum Thema Meißen