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Wandern und lauschen

An zehn Stationen des Sächsischen Weinwanderweges können Wanderer auf ihrem Smartphone Geschichten zu Sachsens Weinkultur hören.

An der Weinsicht Proschwitz tauchen Wanderer im Audioguide zum Sächsischen Weinwanderweg in die Geschichte der Proschwitzer Weinberge ein.
An der Weinsicht Proschwitz tauchen Wanderer im Audioguide zum Sächsischen Weinwanderweg in die Geschichte der Proschwitzer Weinberge ein. © Thomas Türpe

Meißen. Auf 90 Kilometern schlängelt sich der Sächsische Weinwanderweg durch das Elbtal. Die Route führt von Pirna über Dresden, Radebeul, Coswig, Weinböhla, Niederau und Meißen bis nach Diesbar-Seußlitz. Jetzt gibt es erstmals einen Audioguide zum Weg. Das teilt der Tourismusverband Elbland mit. An zehn Stationen geben Winzer und Weinbotschafter Einblicke in die Welt des sächsischen Weins. Wanderer können an ausgewählten Orten einen QR-Code scannen und zum jeweiligen Ausblick die passenden Geschichten hören. In den nächsten Wochen werden die Informationstafeln dafür aufgestellt.

Gesprochen werden die Informationen von den Winzern selbst. So berichtet Katharina Schuh vom Weingut Schuh in Sörnewitz über den Meißner Klausenberg, Sachsens kleinste Einzellage. Eine Besonderheit ist hier die tiefrote Rebsorte Dunkelfelder, die in Sachsen nur dort sortenrein angebaut wird. Die einstige Weinkönigin Maria Lehmann hat einen Veranstaltungstipp für Diesbar-Seußlitz parat. Die Federweißermeile entstand an deren Winzertreff. Sie findet jedes Jahr im September statt.

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Künftig 30 Hörstationen

Der Audioguide ist ein Ergebnis des letzten "So geht sächsisch"-Ideenwettbewerbes für Tourismusprojekte in Sachsen. Der Tourismusverband Elbland Dresden, der das Projekt gemeinsam mit Partnern realisiert, gehörte zu den acht Preisträgern. Die ersten Stationen des Audioguides werden in den nächsten Wochen in Pirna, Dresden, Radebeul und Meißen angebracht. Stationen sind der Burglehrpfad in Pirna, der Rastplatz am Leitenweg unterhalb des Lingnerschlosses in Dresden, das Weingut Hoflößnitz in Radebeul, Schloss Wackerbarth in Radebeul, Am Talkenberger Hof in Coswig, die Winzerhütte am Wartturm in Weinböhla, der Aussichtspunkt Juchhöh in Meißen, der Aussichtspunkt am Boxberg Weinsicht Proschwitz in Meißen und die Heinrichsburg in Diesbar-Seußlitz. Die Zahl der Hörstationen soll einmal auf 30 anwachsen.

Der Weinbau hat in Sachsen eine fast 900-jährige Geschichte. Von den einst 6.000 Hektar Rebfläche werden heute noch etwa 500 bewirtschaftet. Damit gehört das sächsische zu den kleinsten der insgesamt 13 deutschen Weinanbaugebiete, aber mit 60 Sorten auch zu den facettenreichsten. Mit Straußenwirtschaften, Weingütern, Vinotheken und Restaurants bieten sich Wanderern entlang des Weinwanderweges zahlreiche Möglichkeiten, sächsischen Wein am Ort seiner Entstehung zu verkosten. Der Weg kann in sechs Etappen zwischen 15 und 18 Kilometern gewandert werden.

Das Dresdner Elbland bezeichnet das Gebiet beiderseits der Elbe zwischen Pirna und Torgau. Mehr als 850 Jahre Weinbautradition, fürstliche Kulturdenkmäler, die Wiege der europäischen Porzellanherstellung und Zeugnisse der Reformation bilden mit der Elbeflusslandschaft, urwüchsigen Mischwäldern und weitläufigen Teich- und Heidelandschaften ein reizvolles Ziel für anspruchsvolle Kultur- sowie entspannte Rad- und Wanderurlauber.(SZ)

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