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Weinfest Meißen mit weniger Alkoholopfern

Dank einer Unfallhilfsstelle vor Ort konnten die Helfer des DRK die Krankenhäuser und den Rettungsdienst vor unnötigen Einsätzen bewahren.

Insgesamt sorgte der DRK-Kreisverband Meißen am Weinfestwochenende 2021 in Meißen mit 15 ehrenamtlichen Einsatzkräften an 34 Stunden unentgeltlich für Sicherheit.
Insgesamt sorgte der DRK-Kreisverband Meißen am Weinfestwochenende 2021 in Meißen mit 15 ehrenamtlichen Einsatzkräften an 34 Stunden unentgeltlich für Sicherheit. © DRK Kreisverband Meißen

Meißen. Das Deutsche Rote Kreuz war für die medizinische Sicherheit der Besucher des Meißner Weinfestes am vergangenen Wochenende verantwortlich und zieht nun nach Angaben seines Kreisgeschäftsführers Christoph Ruppert ein positives Resümee. Demnach strömten trotz verschiedener Corona-Auflagen zahlreiche Besucher in die Altstadt. Ehrenamtliche Einsatzkräfte des DRK Kreisverband Meißen e. V. hatten auf der Gerbergasse eine Unfallhilfsstelle vorbereitet. Zusätzlich besetzten die Helfer einen Krankenwagen und einen Rettungswagen.

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Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

"Über das gesamte Wochenende verzeichneten wir zirka 20 Einsätze beziehungsweise Verletzte", informiert Christoph Ruppert, der selbst Einsatzleiter war. Das sind insgesamt weniger Vorfälle als in den Vorjahren, allein jeweils an den Sonnabenden. Die verschiedenen Anlässe unterschieden sich jedoch nicht zu den gewöhnlichen Weinfesten. So behandelten die professionellen Kräfte Schnittverletzungen, Stürze und Alkoholvergiftungen. Minderjährige waren allerdings kaum betroffen.

Nicht nur für die Besucherinnen und Besucher des Weinfestes war die Arbeit der Ehrenamtlichen vom DRK wichtig. So wurden alle 20 Verletzten durch die Rettungsleitstelle in Dresden gemeldet. "Es wurde also jeweils ein Notruf über die Nummer 112 abgesetzt. Im Normalfall wäre daher immer ein Rettungswagen alarmiert worden", sagt Christoph Ruppert. Durch den Einsatz des Sanitätswachdienstes konnte zunächst auf den eigentlichen Rettungsdienst verzichtet werden. Dieser stand daher immer für Notfälle außerhalb des Festes zur Verfügung.

Zehntausende Besucher kamen am Wochenende zum Weinfest nach Meißen. Dass trotzdem alles glimpflich abging, ist nicht zuletzt den Helfern des DRK zu verdanken.
Zehntausende Besucher kamen am Wochenende zum Weinfest nach Meißen. Dass trotzdem alles glimpflich abging, ist nicht zuletzt den Helfern des DRK zu verdanken. © Claudia Hübschmann

Von den 20 Verletzen musste der Rettungsdienst nur sieben übernehmen, um einen Transport ins Krankenhaus zu ermöglichen. Alle anderen konnten direkt behandelt oder an Freunde beziehungsweise Eltern nach einer kurzen Ausnüchterung übergeben werden. Dies schont nicht nur Ressourcen im Rettungsdienst und Krankenhaus, sondern letztlich auch die Geldbeutel aller Versicherten. "Wir versuchen mit unserer Arbeit nicht nur ein schneller und direkter Ansprechpartner für Notfälle vor Ort zu sein. Auch die Krankenhäuser und Rettungsdienste sollen durch die Feste keine Mehrbelastung erfahren. So bleibt Platz und Zeit für schwerwiegende Notfälle", fasst der Kreisbereitschaftsleiter Holger Focke zusammen.

Er ist hauptberuflich als Notfallsanitäter sowie Leitstellendisponent tätig und erinnert daran, dass auch ohne Weinfest der Rettungsdienst viele Einsätze verzeichnet und die Betten im Krankenhaus knapp werden könnten. Jede Behandlung vor Ort an einem solchen Wochenende sei Gold wert.

Hinter vorgehaltener Hand gilt die Arbeit der Ehrenamtlichen auch als kleine Erziehungsmaßnahme: Wer im Zelt der Sanitäter ausnüchtert und anschließend von den Eltern abgeholt wird, kann oftmals nicht auf Medikamente wie im Krankenhaus hoffen – es folgt ein Kater am nächsten Morgen.

Patient bedankt sich im Nachhinein mit Geschenk

Seit dem Jahr 2013 steht der DRK-Kreisverband Meißen zu jedem Meißner Weinfest bereit. "Mit Ausnahme dieses Jahres erfahren wir von Jahr zu Jahr eine immer höhere Patientenzahl. Die Jugendlichen mit einer Alkoholvergiftung sehen wir aber zum Glück immer nur einmal, die Erfahrung scheint keiner wiederholen zu wollen", sagt Holger Focke. Auch dabei erfuhren die Kräfte eine Ausnahme in diesem Jahr. Einer der Patienten suchte das Wiedersehen bewusst und bedankte sich einen Tag nach seinem Aufenthalt in der Unfallhilfsstelle mit einem Präsent und herzlichen Worten. Die ehrenamtlich Tätigen des DRK freuten sich sehr über diese Wertschätzung.

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Insgesamt sorgte das DRK mit 15 ehrenamtlichen Einsatzkräften an 34 Stunden unentgeltlich für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. "So ein Wochenende zehrt schon mal an den Kräften. Trotzdem freut sich das gesamte Team schon auf das Weinfest 2022", so Holger Focke abschließend. (SZ)

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