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Es läuft beim Wein

Auch Sachsens Winzer dürfen sich freuen. Die Deutschen haben im letzten Weinjahr zu Hause über einen halben Liter mehr getrunken als zuvor.

Die Deutschen konnten in den letzten Monaten weniger ins Ausland fahren. Deshalb trinken sie zu Hause mehr heimischen Wein.
Die Deutschen konnten in den letzten Monaten weniger ins Ausland fahren. Deshalb trinken sie zu Hause mehr heimischen Wein. © Norbert Millauer

Meißen. Corona macht in der Heimat durstig. Dies geht aus der aktuellen Weinkonsumbilanz hervor, die alljährlich im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) durch den Deutschen Weinbauverband erstellt wird. Insgesamt wurden hierzulande in dem Zwölf-Monatszeitraum 17,2 Millionen Hektoliter in- und ausländische Weine konsumiert, was umgerechnet auf die 83,1 Millionen Einwohner einem Wein-Pro-Kopf-Verbrauch von 20,7 Litern entspricht.

Die Weinkonsumbilanz bildet den kompletten Weinmarkt ab. Sie beinhaltet sowohl den Konsum außer Haus, beispielsweise in der Gastronomie, als auch die Weineinkäufe im Handel und bei den Erzeugern. „Dass der Weinkonsum trotz der coronabedingt geschlossenen Gastronomie im vergangenen Weinwirtschaftsjahr unterm Strich dennoch gestiegen ist, dürfte auch auf die ausgefallenen Urlaubsreisen ins Ausland zurückzuführen sein. Zudem wurde während des ersten Lockdowns mehr Wein im Handel eingekauft und viele Verbraucher haben in dieser Zeit ihre Weinvorräte aufgefüllt“, erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

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Der Sektkonsum konnte von dieser Entwicklung nicht profitieren. Er belief sich im vergangenen Weinwirtschafts­jahr auf 2,6 Millionen Hektoliter und ist damit umgerechnet leicht um 0,1 Liter auf 3,2 Liter pro Person und Jahr gesunken.

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