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Gastronomiebetrieb in Weinböhla wegen Corona geschlossen

Kontaktbeschränkungen werden vom Meißner Landratsamt bei einem Inzidenzwertes von 50 in Betracht gezogen. Der Krisenstab antwortet auf Fragen von sächsische.de

Blick auf die Kirche und das Ortszentrum in Weinböhla. Wegen eines Corona-Ausbruchs musste ein Gastronomiebetrieb in der Großgemeinde geschlossen werden..
Blick auf die Kirche und das Ortszentrum in Weinböhla. Wegen eines Corona-Ausbruchs musste ein Gastronomiebetrieb in der Großgemeinde geschlossen werden.. © Arvid Müller

Sind die beiden Corona-Ausbruchsherde im Landkreis Meißen, das Behindertenheim in Coswig und die zwei Gastronomiebetriebe in Weinböhla, inzwischen unter Kontrolle? Konnten die Infektionsketten unterbrochen werden?

Wir können das Infektionsgeschehen eingrenzen und wissen, wo die Infektionen herkommen. Ob wir die Infektionsketten mit den eingeleiteten Maßnahmen (Quarantäne, Besuchsverbote) unterbrechen konnten, können wir noch nicht sagen. Dazu ist der Zeitraum zu kurz. Nächste Woche wissen wir mehr.

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Sind die Gründe für diese Häufung an Infektionen untersucht und welche Schlüsse sind gezogen worden?

Die Testungen im Behindertenheim in Coswig erfolgten, nachdem uns die Familie einer Bewohnerin darüber informiert hat, dass sie Kontakt mit einer später positiv getesteten Person hatte. Es wurde unverzüglich ein Besuchsverbot für das Heim und weitere Schutzmaßnahmen erlassen. Einer der beiden Gastronomiebetriebe in Weinböhla wurde geschlossen, nachdem der Inhaber positiv getestet wurde.

Der Landkreis hat mit Erreichen des Inzidenzwertes von 35 jetzt verschärfte Maßnahmen beschlossen. Vor allem geht es um das Erheben personenbezogener Daten bei Veranstaltungen oder in Gaststätten. Reicht das denn aus, um den rasanten Anstieg zu stoppen?

Die Registrierung der Kontaktdaten dient ja vor allem dazu, die Kontaktnachverfolgung zu erleichtern und mögliche Infektionsherde schneller zu erkennen. Parallel überprüfen wir die genehmigungspflichtigen Hygienekonzepte, der in den nächsten Tagen anstehenden Veranstaltungen. Gegebenenfalls müssen diese entsprechend nachgeschärft werden. Ob all diese Maßnahmen ausreichen, muss abgewartet werden. Sollte der Anstieg, der sich von Montag zu Dienstag bereits verlangsamt hat, wieder zunehmen, werden weitere Schutzmaßnahmen folgen.

Wie steht es mit Besuchsverboten in den Seniorenheimen des Landkreises?

Diese sind derzeit nicht erforderlich.

Wie sind die Schulen und Kindereinrichtungen auf einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen vorbereitet?

In den Schulen und Kindereinrichtungen gibt es Hygienekonzepte, die seit mehreren Wochen in Kraft sind und umgesetzt werden.

Was passiert, wenn der Landkreis den Inzidenzwert von 50 erreicht?

Nach der Corona-Schutz-Verordnung sind bei 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen weitergehende Maßnahmen zu ergreifen, um den Ausbruch einzudämmen und ein überregionales Infektionsgeschehen zu verhindern. Zu diesen Maßnahmen zählen nach dem Wortlaut der Verordnung auch Kontaktbeschränkungen. Ob diese aber tatsächlich erforderlich sind und welche Maßnahmen ansonsten noch getroffen werden müssten, ist u. a. davon abhängig, ob die Ausbreitung diffus über den gesamten Landkreis erfolgt oder konzentriert in einem bestimmten Bereich, z. B. einer Einrichtung, auftritt.

Was kann jeder Einzelne tun, um das Vordringen des Virus zu erschweren?

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Die bekannten Hygienemaßnahmen beachten, Mindestabstände einhalten, dort, wo es gefordert wird, Mund-Nasen-Bedeckung korrekt tragen, in Räumen außerhalb des eigenen Wohnbereiches (z. B. Büros) mehrmals in der Stunde durchlüften, Grippe-Impfung. (SZ/um)

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