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Gellertberg wird sicherer und heller

Bisher scheiterten die Arbeiten an fehlendem Fördergeld. Das kam nun doch noch. Und stellt die Gemeinde vor ein neues Problem.

Auf der Freilichtbühne am Gellertberg in Oberau sind umfangreiche Arbeiten geplant.
Auf der Freilichtbühne am Gellertberg in Oberau sind umfangreiche Arbeiten geplant. © Claudia Hübschmann

Niederau. Seit fast einem Jahr ist die Freilichtbühne Gellertberg in Oberau wegen Corona faktisch geschlossen. Betreiber Hagen Pelz musste nahezu alle Veranstaltungen absagen. Er hofft, dass es nach der Winterpause wieder losgehen kann. Auch die Gemeinde Niederau plant für die Zeit nach Corona. Sie will auf dem Gellertberg zahlreiche Arbeiten durchführen, um ihn aufzuwerten und auch sicherer zu machen. Es ist vorgesehen, Außenanlagen im Bereich der Zuschauerränge aufzuwerten. So sollen neben der Anlage ein hufeisenförmig verlaufender Pflasterstreifen und ein barrierefreier Zugang in Form einer Rampe gebaut werden. Außerdem sollen die Geländer erneuert und mehrere dimmbare Lichtpunkte entstehen. Auch die Zugangstreppen und die Zuwegungen zur Tanz‐ und Veranstaltungsfläche werden an die steigenden Anforderungen angepasst. Zusätzlich werden weitere Lichtpunkte im Areal angeordnet, um einen gefahrlosen Zugang zu den Sanitäranlagen zu gewährleisten.

Schon im Vorjahr geplant

"Wir hatten diese Arbeiten schon im vergangenen Jahr geplant. Das hätte sich angeboten, weil wegen Corona der Gellertberg ohnehin kaum genutzt werden konnte", sagt Bürgermeister Steffen Sang (parteilos). Allerdings fehlte es an einer Voraussetzung; am Geld. Die Arbeiten kosten insgesamt rund 75.000 Euro. Die Gemeinde hatte Fördermittel beantragt. "Weil diese aber nicht kamen, haben wir unsere 20.000 Euro Eigenmittel aus dem Haushalt wieder herausgenommen", so der Bürgermeister.

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Doch jetzt die überraschende Wende. Zum Jahresende wurden doch noch die Fördermittel in Höhe von 58.100 Euro aus dem Leader-Programm vom Heidebogen bewilligt. Die Arbeiten sollen nun in diesem Jahr stattfinden. Und jetzt steht die Gemeinde vor einem neuen Dilemma. "Wir müssen sehr sensibel vorgehen. Wenn es nach Corona langsam wieder mit Veranstaltungen auf dem Gellertberg losgeht, können wir die nicht gleich wieder durch Baumaßnahmen blockieren", sagt Steffen Sang. So wird es schwierig, eine günstige Bauzeit zu finden, zumal dann auch die Firmen zu diesem Zeitpunkt freie Kapazitäten haben müssen.

Sicherer und attraktiver

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Durch die geplanten Arbeiten, vor allem durch das Geländer und die Beleuchtungsanlage, erhöhe sich die Sicherheit der Besucher und der Künstler. Zudem werden, auch durch die Erweiterung des Sitzplatzangebotes, eine Verbesserung der Veranstaltungsqualität und eine Steigerung der Attraktivität erreicht. Die bestehenden Zuwegungen und Treppen erfüllten weder die konstruktiven noch die optischen Ansprüche. Auch das veraltete und marode Geländer wirke sich negativ auf den Gesamteindruck und das Sicherheitsempfinden der Gäste aus.

Auf einer anderen Baustelle der Gemeinde wird es in diesem Jahr ebenfalls vorangehen. Das Dach des Wasserschlosses Oberau wird erneuert. Auch dafür gibt es Fördergeld, insgesamt 360.000 Euro.

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