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Halloween: Das steckt hinter dem Grusel

Geschnitzte Kürbisse, verkleidete Gespenster und die Geschäfte strotzen vor Gummispinnen und Gruselsüßigkeiten - am 31. Oktober ist es wieder soweit.

Geschnitzte Kürbisse sind zu Halloween nicht nur Deko, sondern haben einen ursprünglichen Sinn.
Geschnitzte Kürbisse sind zu Halloween nicht nur Deko, sondern haben einen ursprünglichen Sinn. © pexels.com

Was ist der Ursprung des heutigen Halloweens?

Entgegen dem weitverbreiteten Glauben das Fest Halloween komme aus den USA, liegt die eigentliche Entstehung auf europäischem Boden: und zwar in Irland. Das Wort hat seinen Ursprung in "All Hallows' Eve", dem Abend vor Allerheiligen. An diesem Tag feierten die Kelten die Ernte, den Beginn der kalten Jahreszeit und den Start in ein neues Kalenderjahr. Einem Mythos zufolge suchten die Toten außerdem die Lebenden auf, die im nächsten Jahr sterben sollten. Um diese abzuwenden, verkleideten die Menschen sich selbst mit furchterregenden Kostümen sowie Gewändern und liefen durch die Straßen. Zur Besänftigung der Geister wurden Gaben vor die Tür gestellt.

Im 19. Jahrhundert wurde der Brauch durch die Iren nach Amerika gebracht, wo dieser sich allmählich in Party-Events umwandelte und einen kommerziellen Charakter bekam.

Was hat das mit den geschnitzten Kürbissen zu tun?

Bei dem Gedanken an Halloween hat man automatisch ausgehöhlte Kürbisse mit Fratzen darauf und Kerzen darin im Kopf. Aber warum eigentlich? Auch dieser Brauch geht auf eine irische Sage des Jack O'Lantern zurück, die wie folgt lautet: Jack war zu Lebzeiten ein nicht allzu guter Mensch. Als er stirbt, darf er daher nicht in den Himmel einziehen, sondern muss an der Hölle anklopfen. Doch auch der Teufel verwehrt ihm den Zugang, da er zu Lebzeiten öfters mit diesem auf die negative Art zu tun hatte. Dennoch gibt er Jack eine glühende Kohle aus der Hölle in einer ausgehöhlten Rübe, damit er seelenruhig durch die Welten wandern kann und ihn die bösen Geister in Ruhe lassen.

Diesen Brauch nahmen viele Iren mit in die USA, wo es jedoch leichter war Kürbisse anstatt Rüben auszuhöhlen. Der geschnitzte Fratzenkürbis mit einer Kerze darin war geboren.

Halloween 2020 - anders, aber lecker

Dieses Jahr wird, wie so vieles, auch Halloween anders. Doch was bleibt und immer möglich sein wird, ist neben dem Gestalten von Gruselkürbissen das Naschen schauriger Leckereien, wie Fledermauskeksen, Spinnenmuffins, Geisterbowle, Zombie-Gruselfingern oder kleinen Mumien.

Wer nicht genug von gruseligen, ekelhaft aussehenden Halloween-Naschereien bekommen kann, der kann sich mal hier durchstöbern und zum Feiertag so richtig schlemmen.

Ein perfekter Herbstferien-abschluss: gemeinsames Backen von Halloween-Naschereien.
Ein perfekter Herbstferien-abschluss: gemeinsames Backen von Halloween-Naschereien. © pexels.com
Halloween muss gar nicht so gruselig sein, oder?
Halloween muss gar nicht so gruselig sein, oder? © pexels.com

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