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Varo hilft Kindern in Litauen

Ein Verein bringt Hilfsgüter nach Litauen. Ein Transport ist jetzt mit Unterstützung des größten Brennstoffhändlers im Kreis Meißen unterwegs.

Für einen Hilfsgütertransport nach Litauen hat ein Meißner Energieunternehmen Diesel gespendet.
Für einen Hilfsgütertransport nach Litauen hat ein Meißner Energieunternehmen Diesel gespendet. © Claudia Hübschmann

Meißen/Wilsdruff. Vier große Lkw vollgepackt bis obenhin haben sich von Hamm in Nordrhein-Westfalen nach Litauen aufgemacht, um dringend benötigte Sachen zu liefern. Zwischenstation ist Kesselsdorf, wo die Laster noch einmal für die lange Fahrt aufgetankt werden. Den Diesel dort sponsert die in Meißen ansässige Varo Energy Direct GmbH. "Es sind Kosten, die der Verein nicht tragen kann. Außerdem wäre es schade, wenn das wenige Geld für Sprit ausgegeben werden müsste", sagt Thomas Müller von Varo.

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Der Verein „KibuH“ – Kinder brauchen unsere Hilfe – hat sich 2003 gegründet, um dort zu helfen, wo dringend Hilfe gebraucht wird. Auf Litauen ist der Vereinsvorsitzende Peter Dittmer zufällig gekommen, nachdem er 2005 privat eine Motorradfahrt durch Litauen gemacht hatte. Anschließend sind sie zu siebt hingeflogen, um mithilfe einer befreundeten Dolmetscherin den Bedarf im Land zu prüfen. „Wichtig ist, Kontaktpersonen zu haben. Wir fahren alle Institutionen direkt an, damit die Sachen auch dort ankommen, wo sie ankommen sollen“, betont Dittmer. „Diesmal ist eine komplette Zahnarztpraxis dabei.“

Die Männer öffnen die Türen und Seitenplane eines Lasters. Zum Vorschein kommen Kranken- und Pflegebetten, Matratzen und Wechseldruckmatratzen sowie Bettwäsche und Unmengen an medizinischer Ausstattung wie Infusionsschläuche, Verbandsmaterialien, Spritzen und auch Windeln für Erwachsene sind dabei. „Das ist alles Neuware.“ In Litauen, berichtet Dittmer, wird ein Patient im Krankenhaus von der Familie versorgt.

Die Ehrenamtlichen um den Vorsitzenden des Vereins "Kinder brauchen unsere Hilfe", Peter Dittmer (2.v.r), freuen sich schon sehr auf die Fahr nach Litauen und die großen Kinderaugen.
Die Ehrenamtlichen um den Vorsitzenden des Vereins "Kinder brauchen unsere Hilfe", Peter Dittmer (2.v.r), freuen sich schon sehr auf die Fahr nach Litauen und die großen Kinderaugen. © Claudia Hübschmann

Aber natürlich sind die Lkw auch mit vielen Dingen für die Kinderheime beladen, von Nahrung über Spielsachen und Kleidung bis hin zu Fahrrädern. Insgesamt rund 40 Tonnen Material bringt der kleine Konvoi diesmal nach Litauen. Tausende von Kartons mussten gepackt werden. „Die Frauen waren das ganze Jahr über beschäftigt, alle Sachen zu kontrollieren und zu ordnen.“

Eine Woche sind die Ehrenamtlichen unterwegs. Insgesamt 26 Institutionen werden in Litauen beliefert. „Wir freuen uns schon auf die großen Kinderaugen“, sagt Dittmer. Normalerweise organisiert der Verein am letzten Tag immer noch ein großes Kinderfest auf einem Ferienhof, leider sei das diesmal wegen Corona nicht möglich. „Es ist immer ein Riesenspaß. Die Abfahrt für uns ist dann immer sehr schwierig. Die Kinder bilden ein Spalier, wollen uns nicht fahren lassen.“ Inzwischen, nach den vielen Jahren, ist ein Wiedersehen immer eine große Freude. „Wir haben die Kinder groß werden sehen. Manche haben jetzt schon eigene Kinder und arbeiten jetzt in den Kinderheimen. Aber viele gehen auch ins Ausland. Einige kommen dann aber extra nach Litauen, um uns dort zu begrüßen.“

Nadja Beck, Kindergärtnerin aus Vierkirchen – eine Gemeinde im Landkreis Görlitz, ist auch bei dem Hilfstransport dabei. Sie gehört der sächsischen Ortsgruppe des Vereins an. Zudem betreut sie ein internationales Kindergartenprojekt. Litauische und deutsche Kinder arbeiten an einem gleichen Thema und tauschen sich dann darüber aus.

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960 Kilometer haben die Frauen und Männer nun noch vor sich. Sie fahren in die Regionen Kaunas, Vilnius und Mazeikiai. „Die Lkw fahren dabei komplett klimaneutral“, betont Jörg Westerkowsky von Varo. „Wir haben CO2-Zertifikate gekauft und freiwillig stillgelegt.“

Jedes Jahr, manchmal auch zweimal pro Jahr, organisiert der Verein einen Hilfstransport nach Litauen. Dabei ist er auf viele helfende Hände angewiesen. „Wir sind froh, dass wir so viele Unterstützer haben“, sagt Peter Dittmer.

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