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Einzug in der Gartenstadt

Von den 15 Reihenhäusern, die in der Siedlung am Albert-Mücke-Ring entstehen, sind die ersten bezugsfertig.

Von Harald Daßler
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Blick von der Galerie: SEEG-Geschäftsführerin Birgit Richter und Oberbürgermeister Olaf Raschke im Erdgeschoss der neuen Reihenhäuser.
Blick von der Galerie: SEEG-Geschäftsführerin Birgit Richter und Oberbürgermeister Olaf Raschke im Erdgeschoss der neuen Reihenhäuser. © Claudia Hübschmann

Meißen. Von der Galerie aus entfaltet die Idee der Architekten ihre Wirkung: Man nimmt nicht nur die großzügig gestaltete Fensterfront über zwei Etagen wahr – hier zeigt sich auch, wie groß Räume erscheinen können. Noch sind sie leer, weil soeben erst fertig gebaut. Für die Stadtentwicklungs- und -erneuerungsgesellschaft Meißen mbH als Bauherr nutzte SEEG-Geschäftsführerin Birgit Richter die Gelegenheit, die ersten, der am Albert-Mücke-Ring entstehenden Reihenhäuser, für die im vorigen Sommer der Grundstein gelegt wurde, gemeinsam mit Oberbürgermeister Olaf Raschke in Augenschein zu nehmen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Insgesamt 140 Quadratmeter Wohnfläche bieten die zehn dreigeschossigen Häuser in den ersten beiden Reihen. Die fünf Häuser in der dritten Reihe mit nur zwei Geschossen verfügen über 105 Quadratmeter Wohnfläche, wie Birgit Richter informiert. Mit den Häusern, die auf dem Gelände der abgerissenen früheren Sprachheilschule entstanden, schafft die SEEG als städtischer Vermieter „ein neues Segment auf dem Meißner Wohnungsmarkt“, so OB Olaf Raschke.

Alle Häuser erhalten eine Terrasse und einen Mietergarten.
Alle Häuser erhalten eine Terrasse und einen Mietergarten. © Claudia Hübschmann

Als „Haus für die Zeit der Familie“ will SEEG-Chefin Birgit Richter dieses Angebot verstanden wissen. Die Zimmer auf den drei Etagen bieten Raum sowie Entfaltungs- und Rückzugsmöglichkeiten für Familien mit kleinen und heranwachsenden Kindern. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, kann ein solches Wohnhaus aufgegeben und gegen eine kleinere und im Erdgeschoss gelegene Wohnung getauscht werden. So erklärt Birgit Richter auch, warum die SEEG die Häuser nicht zum Kauf, sondern zur Vermietung anbietet.

Im Erdgeschoss kann der Wohnbereich samt offener Küche eingerichtet werden. Hier gibt es auch ein Gäste-WC. Außer der Galerie bietet das erste Obergeschoss ein großes Zimmer sowie ein Badezimmer mit zwei Waschbecken, WC, Wanne und Dusche. Im zweiten Obergeschoss befinden sich zwei Zimmer und ein Abstellraum. Anstelle des Kellers verfügt das Erdgeschoss über einen Hauswirtschaftsraum, in dem alle Anschlüsse für die Haustechnik untergebracht sind. Hier lassen sich auch Waschmaschine und Wäschetrockner installieren.

Zur Ausstattung der Reihenhäuser gehören auch insgesamt 27 Pkw-Stellplätze, die gegenüber der ersten und letzten Reihe entstehen, sowie Boxen, die Flächen für Müllbehälter und Fahrradabstellplätze einhausen. Jedes der Häuser erhält eine Terrasse. Hier werden noch Sichtschutze installiert, kündigt Projektleiterin Kerstin D´Alessandro an. Die sich an die Terrassen anschließenden Flächen werden mit Muttererde versehen und können von den Mietern nach ihrem Gusto bepflanzt und gestaltet werden.

Die Fensterfront im Wohn- und Galeriebereich ist mit Außenjalousien ausgestattet.
Die Fensterfront im Wohn- und Galeriebereich ist mit Außenjalousien ausgestattet. © Claudia Hübschmann

Insgesamt 4,5 Millionen Euro investiert die SEEG in den Bau der Häuser und das Herrichten der dazugehörenden Außenanlagen. Eines der ersten fünf fertigen Häuser ist bereits bezogen, sagt Birgit Richter. Für weitere Häuser gibt es Anfragen. Termine zum Besichtigen eines der neuen Reihenhäuser können kurzfristig vereinbart werden.

Mit den Reihenhäusern gewinnt das Konzept zur Umgestaltung eines ganzen Stadtteils weiter an Konturen. Nachdem die Plattenbauten saniert, Innenhöfe neugestaltet und zwei energieautarke Mehrfamilienhäuser errichtet und bezogen sind, schließen die Reihenhäuser die Neuordnung am Albert-Mücke-Ringe ab. Nun folgt das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern für eine Streuobstwiese im kommenden Frühjahr.

Im nächsten Jahr sind außerdem Verschönerungsarbeiten an der Bushaltestelle sowie erste Planungen für die anstehende Sanierung der Kita „Nassaumücken“ vorgesehen, kündigt OB Olaf Raschke an. Schritt für Schritt wandelt sich die Plattensiedlung um den Albert-Mücke-Ring am Stadtrand zur Gartenstadt.