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Kürzere Betreuungszeiten bis Ende Juli

Grund ist, dass feste Gruppen gebildet werden müssen. Die Stadt kostet das gut 8.000 Euro.

Hortkinder spielen auf dem Spielplatz am Markt in Lommatzsch. Auch für sie werden die Betreuungszeiten gekürzt.
Hortkinder spielen auf dem Spielplatz am Markt in Lommatzsch. Auch für sie werden die Betreuungszeiten gekürzt. © Archivfoto: Gerhard Schlechte

Lommatzsch. Die Kindereinrichtungen der Stadt sind zwar wieder geöffnet, doch durch den eingeschränkten Regelbetrieb gibt es Probleme für die Eltern. Denn die Stadt muss in Kindertagesstätte und Hort bis voraussichtlich Ende Juli die Betreuungsangebote kürzen. Im Hort können nur noch maximal fünf statt bis zu sieben Betreuungsstunden und in der Kindertagesstätte maximal neun Stunden pro Tag angeboten werden. Hier sind normalerweise Betreuungszeiten bis zu zehn Stunden möglich. Vor allem für Eltern, die auswärts arbeiten, könnte dies zu einem massiven Problem werden.

Hintergrund ist, laut Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP), die Pflicht, feste Gruppen zu bilden. Damit seien alle Erzieher entsprechend eingebunden. Eine Vermischung der Kinder werde vermieden. "Wir hoffen, dass es dadurch im Falle von festgestellten Corona-Infektionen oder möglichen Quarantänefällen nur eine begrenzte Anzahl betroffener Personen geben wird", so die Bürgermeisterin. Sobald sich die Situation entspanne und der Regelbetrieb wieder möglich sei, würde von dieser Handlungsweise abgewichen und wieder längere Betreuungszeiten angeboten. Derzeit gehe man in Lommatzsch aber nicht davon aus, dass der Freistaat den eingeschränkten Regelbetrieb vor Ende Juli aufheben werde.

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Nichts zu tun habe die Kürzung der Betreuungszeiten mit der Kurzarbeit. Die Kurzarbeit für Erzieherinnen sei inzwischen beendet. "Wir brauchen jede Hand", so die Bürgermeisterin.

In den nächsten Beitragsbescheiden würden die Elternbeiträge um diese Stunden gekürzt. Damit verliere die Stadt Einnahmen pro Monat von 197 Euro in der Kinderkrippe, 404 Euro im Kindergarten und 867 Euro im Hort. Die Personalkosten laufen aber weiter. Sollten die Betreuungszahlen wie vorgesehen bis Ende Juli gekürzt werden müssen, koste das die Stadt insgesamt 8.074 Euro. "Die Personalkosten laufen ja weiter, die Elternbeiträge aber werden geringer. Die Differenz muss die Stadt bezahlen", so die Bürgermeisterin. (SZ/jm)

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