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2020 war ein Porzellanjahr

Bei Auktionen konnte das Weiße Gold aus Meißen Summen erzielen, die oft deutlich über den Schätzwerten lagen.

Ein Bauernhaus, als Schreibgarnitur aus Meissener Porzellan gefertigt, gehörte dieses Jahr mit der Endsumme von 38.000 Euro zu den Stücken, die bei Auktionen die höchsten Steigerungsraten erzielten.
Ein Bauernhaus, als Schreibgarnitur aus Meissener Porzellan gefertigt, gehörte dieses Jahr mit der Endsumme von 38.000 Euro zu den Stücken, die bei Auktionen die höchsten Steigerungsraten erzielten. © Auktionshaus Lempertz

Meißen. Die ruhige und besonnene Reaktion der Auktionshäuser weltweit auf die Corona-Pandemie haben den Markt stabilisiert. Das ist das Fazit eines aktuellen Artikels von Autor Thomas Kemper in der Kunstmarktzeitung der Zeit. 2020 habe sich in der Folge zu einem Porzellanjahr entwickelt. Besonders Meissener Porzellan, das aus größeren und qualitativ hochwertigen Sammlungen auf den Markt kam, konnte nach Aussage Kempers gute bis sehr gute Preise erzielen.

Als Beispiel benennt der Journalist mehrere Meissener Vorzeigestücke aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, welche beim Auktionshaus Koller in Zürich unter den Hammer kamen. Teilweise hätten die Käufer das Doppelte bis Vierfache der ursprünglich angesetzten Taxe geboten. Noch eindrucksvoller war das Ergebnis Kemper zufolge für zwei seltene Meissener Elefantenleuchter, welche das Achtfache der Schätzsumme erzielten. Als Gründe für die hohen Preise benennt der Kunstkenner höchste Qualität, eine klare Zurückverfolgbarkeit der Herkunft und einen sehr guten Erhaltungszustand.

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Die starken Wertzuwächse beschränkten sich dabei nicht auf die Produkte der Porzellanmanufaktur Meissen. Laut dem Bericht in der Kunstmarktzeitung konnten auch historische Porzellane aus der Münchner Manufaktur Nymphenburg sowie von der Königlichen Porzellanmanufaktur KPM hohe Gebote verbuchen.

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Für das aktuelle Geschäft des sächsischen Traditionsunternehmens bilden diese guten Nachrichten vom Kunstmarkt allerdings höchstens einen willkommenen Marketingeffekt. Die hohe Wertbeständigkeit ist für Meissen Segen und Fluch gleichermaßen. Historisches Meissener existiert in großen Mengen auf dem Markt und erschwert den Abverkauf neuer Produkte.

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