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Gleich 60 Ehepaare im Dom zu Meißen

Ein sogenanntes Traugedächtnis hat jetzt bei einem Gottesdienst zu einem regelrechten Besucherandrang geführt.

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Vom Meißner Hochstift waren Ende des Sommer 2021 Paare eingeladen worden, deren Trauung im Dom der Stadt stattfand. Die Resonanz war überraschend gut und sorgte für einen vollen Gottesdienst.
Vom Meißner Hochstift waren Ende des Sommer 2021 Paare eingeladen worden, deren Trauung im Dom der Stadt stattfand. Die Resonanz war überraschend gut und sorgte für einen vollen Gottesdienst. © F. Hartmann

Meißen. Anfangs lief es schleppend. Doch ein Aufruf in den Medien führte schließlich zu einem vollen Erfolg. Vom Meißner Hochstift waren Paare eingeladen worden, deren Trauung im Dom der Stadt stattfand. „Wir hatten mit fünf bis zehn Paaren gerechnet und waren von den zahlreichen Anmeldungen überrascht. Es war auch für mich ein ganz besonderer, berührender Moment als die vielen Menschen im Angedenken an ihre Partnerschaft durch den Dom schritten, um vor dem Altar Gottes den Segen zu empfangen“, sagte Dompfarrer Superintendent Andreas Beuchel.

Mehr als 60 Ehepaare kamen schließlich nach Meißen und brachten vielfach weitere Familienmitglieder mit, sodass alle unter Corona-Bedingungen verfügbaren Sitzplätze des Doms gebraucht wurden. Auch Witwen und Witwer reisten an, um sich an ihren Hochzeitstag zu erinnern. Viele Paare stammten aus Meißen und Umgebung. Die weiteste Anreise hatten Paare aus Nürnberg, Hannover und Leipzig. Ein Paar hatte sich auf den Tag genau vor einem Jahr im Dom das Ja-Wort gegeben. Am längsten verheiratet war ein über 90-jähriges Paar, das auf 67 Jahre Ehe zurückblicken kann. Sie erschienen gemeinsam mit ihren Enkeln, die Anfang des Jahrtausends ebenfalls im Dom zu Meißen geheiratet haben.

Aus einem ganz normalen Sonntag, dem 15. Sonntag nach Trinitatis, wurde im Dom zu Meißen ein ganz besonderer Tag im Zeichen der Liebe. Dompfarrer Superintendent Andreas Beuchel hatte Rosen mitgebracht. So konnten alle viel mit nach Hause nehmen: Mit reichen Erinnerungen im Herzen, festlichen Orgelklängen des Hochzeitsmarsches im Ohr und einem duftenden Symbol der lebendigen Liebe in der Hand verließen die Ehepaare wie an ihrem Hochzeitstag durch das Tor des Südportals die Kirche. (SZ)