merken
PLUS Meißen

Jugendweiheverein widerspricht Kritik

Bei den Feierstunden in der Coswiger Börse sei das Hygienekonzept "vollumfänglich umgesetzt worden", so die Veranstalter zu Beschwerden von Besuchern.

Aufgrund der engen Taktung stauten sich die Besucher im Treppenhaus der Coswiger Börse bei den Jugendweihe-Feierstunden am Sonnabend.
Aufgrund der engen Taktung stauten sich die Besucher im Treppenhaus der Coswiger Börse bei den Jugendweihe-Feierstunden am Sonnabend. © privat

Coswig/Dresden. Der Sächsische Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe hat einem Bericht in der Sächsischen Zeitung vom Montag widersprochen, wonach das Hygienkonzept bei den Feierstunden am Sonnabend in Coswig gescheitert ist. 

Da die Veranstaltungen in der Coswiger Börse im Abstand von zwei Stunden stattfanden, drängten sich beim Betreten und Verlassen des Foyers und Treppenhauses dort Hunderte Menschen eng aneinander vorbei. Teilweise stauten sich die Massen bis auf den Vorplatz. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wurde nur teilweise befolgt. Kontrollen gab es nicht.

Familienkompass 2020
Familienkompass 2020
Familienkompass 2020

Welche Ergebnisse bringt der Familienkompass 2020 für die sächsischen Gemeinden und unsere Region hervor? Auf sächsische.de bekommen Sie alle Infos!

Vom Jugendweiheverein heißt es dazu am Montag, die Börse in Coswig verfügt lediglich über einen zentralen Ein- und Ausgang und einen Notausgang über die Feuertreppe. Da der Notausgang über die Feuertreppe mit einer erhöhten Unfallgefahr einhergeht, wird dieser Ausgang  nur im Evakuierungsfall genutzt. Aufgrund der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes musste im Treppenhaus kein Mindestabstand gewahrt werden.

Zur Verkürzung des Mindestabstandes im Saal der Börse verweist der Verein darauf, dass dies unter der Auflage der Kontaktnachverfolgung in Konferenzhäusern und Theatern möglich ist. Diese Zurücknahme auf 60 Zentimeter werde durch die Hygienekonzepte von Haus und Veranstalter gedeckt und wurde durch das Gesundheitsamt Meißen genehmigt. Vor allem ältere Besucher hatten sich beim Betreten des Saales verwundert und teils entsetzt darüber gezeigt, dass die Bestuhlung fast unverändert zur Vor-Corona-Zeit erfolgt war.

Nach Ansicht des Vereins sei das freiwillig beim Gesundheitsamt des Kreises eingereichte Hygienekonzept "vollumfänglich umgesetzt" worden. Alle Teilnehmer hätten Informationen über die geltenden Regeln erhalten. "Die Entscheidung zur Teilnahme an der Feierstunde oder ein vorsorglicher Verzicht aufgrund Zugehörigkeit zu einer sogenannten Risikogruppe oblag und obliegt jeder Familie", heißt es weiter in dem Schreiben vom Montag an die SZ. Der Verein orientiere sich an der aktuell gültigen Verordnung des Freistaates und ändere die Feierplanung nicht aufgrund wechselnder Infektionszahlen, welche selbst von Fachleuten unterschiedlich interpretiert würden. (SZ)

Mehr zum Thema Meißen