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Jetzt kommt der Hausschwamm dran

Eine ungewöhnliche Kooperation spült viel Geld in die Kassen der Jahnhallen-Stiftung in Meißen.

Die Bauarbeiten an der Jahnhalle Meißen könnten in den nächsten Monaten einen riesigen Schritt vorankommen.
Die Bauarbeiten an der Jahnhalle Meißen könnten in den nächsten Monaten einen riesigen Schritt vorankommen. © Claudia Hübschmann

Meißen/Berlin. Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Meißen, Susann Rüthrich mitteilt, hat der Haushaltausschuss des Deutschen Bundestages jetzt die Projektliste zum Denkmalschutz-Sonderprogramm X -2021 beschlossen.

"Auch in diesem Jahr ist es uns wieder gelungen, finanzkräftige Unterstützung durch das Bundesprogramm für Vorhaben im Freistaat Sachsen zu generieren. Ganz besonders freue ich mich, dass es mein Herzensprojekt – die Sanierung der Jahnhalle in Meißen – auf die Projektliste geschafft hat", so Rüthrich in einer Mitteilung.

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Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Die Bürgerstiftung Meißen erhält knapp 200.000 Euro. Mit dem Geld können weitere dringende Schritte zur Gebäudesicherung und –sanierung fortgeführt werden. Dazu gehören Planungsarbeiten, die Endphase der Hausschwammbekämpfung, Zimmererarbeiten auf der Galerie, Sanierung und Reparatur geschädigter Holzbauteile im Dachgebälk, Innenputz, Fliesen- und Malerarbeiten sowie das Verlegen von Parkett und Bodenbelag.

"Die Bürgerstiftung Meißen engagiert sich seit Jahren für den Erhalt und die Instandsetzung der Jahnhalle. Zahlreiche Arbeitseinsätze, Ideenwettbewerbe und Spendenaktionen unterstreichen das Herangehen der Stiftung, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Umgebung mitzunehmen", so Rüthrich.

Prägend für das Stadtbild

Erfreut über den Geldfluss zeigt sich auch der Meißner Bundestagsabgeordnete Thomas de Maizière, der sich in den vergangenen Wochen und Monaten in Verhandlungen mit Haushaltspolitikern intensiv dafür eingesetzt hatte. "In diesen Zeiten sind die Mittel des Bundes begrenzt. Mit Susann Rüthrich habe ich vereinbart, dass wir das jeweilige Projekt des Anderen mit befürworten, so dass wir möglichst viele Fördermittel in den Landkreis Meißen holen können. Das ist uns nun erneut gelungen", so de Maizière.

Die mit Hilfe bürgerschaftlichen Engagements im Jahre 1895 erbaute Jugendstilhalle wurde stets als Turnhalle genutzt und diente bis zu ihrer 2005 erfolgten Sperrung als öffentlicher Sport- und Bewegungsraum sowie Vereinsheimat des TSV Meißen. Nach Bescheinigung der Denkmalschutzbehörde verfügt das Hallengebäude über einen hohen denkmalpflegerischen Wert und prägt, auf einer Bergkuppe oberhalb der Altstadt gelegen, maßgebend das Stadtbild Meißens.

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Die vom Eigentümer und Träger der Maßnahme, der Bürgerstiftung Meißen, verfolgten Ziele werden nach Ansicht des Christdemokraten das städtische Leben bereichern. Die geplante Bewegungslandschaft, bestehend aus einem Indoor-Bewegungsraum, einem Multifunktionsraum für Kleingruppen sowie eines im Außenbereich des Gebäudes vorgesehenen Sport-, Freizeit- und Spielplatzgeländes, soll Menschen aller Altersgruppen einladen, sich gemeinsam sportlich und sozial zu betätigen. Darüber hinaus soll ein Co-Working-Space im Obergeschoss des Gebäudes kreativen Köpfen reichlich Arbeitsfläche bieten, um deren Ideen innerhalb der quirligen Umgebung des Bewegungs- und Freizeitareals zu entwickeln und umzusetzen. Mittels der ökologischen Aufwertung der momentan größtenteils verwilderten Grünanlagen wird zudem nicht nur ein neuer Erholungs- und Bewegungsraum für die Stadtgesellschaft erschlossen, sondern darüber hinaus ein neuer Lebensraum für Pflanzen und Tiere entstehen. (SZ)

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