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Meißen

Letzter Abend in der Laubhütte

Schüler des Franziskaneums sind am Dienstagabend in der Johanneskirche zu Gast. Sie stellen ein Projekt vor, das bundesweit Beachtung fand.

Einmalig in Meißen: Im Zusammenhang mit dem Festjahr 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland entstand an der Johanneskirche eine Laubhütte.
Einmalig in Meißen: Im Zusammenhang mit dem Festjahr 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland entstand an der Johanneskirche eine Laubhütte. © Johanneskirchgemeinde Meißen

Meißen. Die Johanneskirchgemeinde rund um Pfarrerin Renate Henke schließt jetzt eine umfangreiche und gehaltreiche Programmwoche rund um das jüdische Laubhüttenfest ab. Dieses bildet eines der Hauptprojekte des Festjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" [2021jlid.de]. Es wird aus diesem Anlass in größeren Runden auch mit Nichtjuden begangen.

An der Johanneskirche entstand dazu eine Sukka genannte traditionelle Laubhütte. Diese alljährlich eigens für das Fest errichtete Unterkunft erinnert an die in der Bibel beschriebene Wüstenwanderung des Volkes Israel nach dessen Auszug aus Ägypten. Auf ihrem langen Weg wohnten die Familien in mobilen Laubhütten.

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Geschichte und Wirkung des Attentats erforscht

Am Dienstag, dem 28. September, um 18 Uhr findet in diesem Zusammenhang eine Präsentation der Arbeit einer Gruppe von Schülern des Meißner Gymnasiums Franziskaneum sowie des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Großenhain statt, die vor Kurzem in Berlin bei einem Wettbewerb der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet wurde.

Gemeinsam wirken die Gymnasiasten auf das Ziel einer Kooperation mit Gleichaltrigen aus Israel hin. Schon seit einigen Jahren fand in diesem Rahmen ein Austausch mit einer Schule in Tel Aviv statt. Der letzte Besuch musste jedoch aufgrund der Pandemie verschoben werden.

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"Wir lassen uns davon jedoch nicht unterkriegen. Denn neben dem Austausch ist ein weiteres Ziel, etwas über die gemeinsame Geschichte der beiden Länder zu erfahren", heißt es in der Vorstellung des Projektes. Besonders prägende Ereignisse waren dabei der Holocaust und das Attentat in München 1972. Die Vergangenheit solle erforscht werden, um solche Fehler in der Gegenwart und Zukunft zu vermeiden. Der Austausch soll ein bindendes Glied – ein Band der Freundschaft – bilden. (SZ)

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