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Linke: "AfD schmückt sich mit fremden Federn"

Die Meißner Kornhaus-Initiative gehe nicht von der Alternative aus, sagt Linksfraktionschef Tilo Hellmann.

Wer hat sich besonders fürs Kornhaus auf dem Burgberg stark gemacht? Diese Frage sorgt für Streit im Stadtrat.
Wer hat sich besonders fürs Kornhaus auf dem Burgberg stark gemacht? Diese Frage sorgt für Streit im Stadtrat. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der Freistaat sollte die Geschicke des sanierungsbedürftigen Kornhauses neben der Albrechtsburg in seine Hände nehmen. Ein Kauf durch das Land eröffne für das Denkmal neue Perspektiven. Zum Beispiel als Unesco-Welterbe-Zentrum, so die Porzellanstadt diesen Titel erhalten sollte. Wie diese Initiative des Rathauses Meißen zustande kam, darüber ist jetzt Streit entstanden. AfD-Fraktionschef Thomas Kirste führte sie auf eine Kleine Anfrage zurück, die er als Landtagsabgeordneter zum Kornhaus gestellt hat.

Widerspruch kommt vom Chef der Linksfraktion im Meißner Stadtrat. "Die Initiative zum Brief bezüglich des Kornhauses kam im Stadtrat nicht von Thomas Kirste sondern von Simone Teske (Freie Bürger)." Kirste sei an dem Tag gar nicht im Stadtrat anwesend gewesen, so Hellmann weiter. Der Stadtrat habe von der AfD-Anfrage im Landtag nichts gewusst. Die AfD Fraktion habe dies auch nicht erwähnt. "Ehre, wem Ehre gebührt, aber Kirste sollte sich in Bezug auf den Brief nicht mit fremden Federn schmücken", so Hellmann abschließend.

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Thomas Kirste hingegen beharrt auf seiner Sicht, die Kornhaus-Aktivitäten der Stadt maßgeblich mit initiiert zu haben. Die anderen Fraktionen und auch das Rathaus seien schließlich in den vergangenen Jahren bezüglich der vor sich hin verfallenden Immobilie passiv geblieben. Erst die AfD habe einen Nachdenkprozess zu dem Denkmal angestoßen.

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