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Meißen feiert Dürrenmatt, Konsalik, Lem

Erstmals wird das Literaturfest dieses Jahr kein übergreifendes Thema haben, sondern den Dichterjahrgang 1921 würdigen.

Voller Markt in Meißen zu einem der früheren Literaturfeste. Wie es dieses Jahr im Juni aussehen wird, kann noch niemand sagen.
Voller Markt in Meißen zu einem der früheren Literaturfeste. Wie es dieses Jahr im Juni aussehen wird, kann noch niemand sagen. © Claudia Hübschmann

Meißen. "Lieber bereiten wir alles vor, kurzfristig absagen kann man dann immer noch", mit diesen Worten hat Daniel Bahrmann den Start der Vorarbeiten für das diesjährige Literaturfest in Meißen kommentiert. Seit Anfang März arbeitet er zusammen mit Maria Fagerlund und Walfriede Hartmann an dem Projekt.

Wie in den vorigen Jahren soll es vom 11. bis 13. Juni außer der Hauptbühne auf dem Markt die Krimibühne am Heinrichsplatz und die Kinderbühne hinter der Frauenkirche geben. Auch der Poetry Slam vor dem Theater steht wieder im Programm.

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Ganz neu ist die Interkulturelle Bühne in Bahrmanns Hof in der Webergasse, ein Projekt der Diakonie Meißen mit dem Buntes Meißen - Bündnis Zivilcourage e.V. Hier werden mehrsprachige Lesungen zu erleben sein und aktuelle Themen rund um Gesellschaft, Migration und Integration ihre Bühne finden. Eröffnet wird die Interkulturelle Bühne mit Anselm Oelze und seinem Text zu den "Grenzen des Glücks".

Viele der Programmpartner, die in ihren Höfen, Gaststuben, Kellern und Gärten jedes Jahr mit viel Engagement zahlreiche kleinere Veranstaltungen im Rahmen des Literaturfestes auf die Beine stellen, haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

Familiengeschichte mit Christine von Brühl

Statt eines großen Leitthemas werden dieses Jahr mehrere sehr unterschiedliche Autoren in den Fokus gerückt, die eines gemein haben: Sie alle sind Jahrgang 1921 und ihr 100. Geburtstag soll angemessen gewürdigt werden, am besten natürlich mit Lesungen aus ihren Werken. Zu den Jubilaren gehören neben den großen deutschen Schriftstellern Friedrich Dürrenmatt und Heinz G. Konsalik, auch der polnische Kultautor Stanislaw Lem und Max Kruse, dem die Leser die Augsburger Puppenkiste und Urmel aus dem Eis verdanken.

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Ein besonderer Programmhöhepunkt darf schon jetzt verraten werden: In der Erlebniswelt Haus Meissen liest Christine von Brühl aus ihrem Buch "Schwäne in Weiß und Gold". Es handelt sich um die Familiengeschichte der Grafen von Brühl, für die im 18. Jahrhundert das legendäre Schwanenservice aus Meissener Porzellan angefertigt wurde, von dessen ursprünglich 2.200 Teilen nur noch wenige Einzelstücke erhalten sind. (SZ)

  • Wer Lust hat, selbst mit einer Lesung zum Programm beizutragen, ist herzlich eingeladen, auf der Website des Literaturfests das Bewerbungsformular auszufüllen.

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