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Meißen

Meißen zieht an

Das Literaturfest hat für eine volle Innenstadt gesorgt und die Pandemie fast vergessen lassen.

Poetry Slam auf der Bühne vor dem Theater Meißen. So wie hier waren die rund 170 Lesungen beim Literaturfest in Meißen am Wochenende sehr gut besucht.
Poetry Slam auf der Bühne vor dem Theater Meißen. So wie hier waren die rund 170 Lesungen beim Literaturfest in Meißen am Wochenende sehr gut besucht. © Daniel Bahrmann

Meißen. Ein paar kurze Regenschauer konnten die Stimmung nicht trüben. Das Literaturfest Meißen hat am Wochenende dem Regen getrotzt. Für alle Bühnen gab es vorbereitete Regenvarianten. Die Lesungen wurden alle gut besucht und es war eine wundervolle Atmosphäre in der Stadt, so Organisator Daniel Bahrmann.

Das Literaturfest reihte sich damit ein in die Meißner Heißzeit. Ob Straßentheater, Spielplatzkonzert oder Kino im Freien: Der Kultursommer hatte bislang vieles zu bieten – nicht nur an Inhalten und Formaten.

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Zur offiziellen Eröffnung am Freitag las Landrat Ralf Hänsel auf dem Markt aus "Über Menschen" von Juli Zeh. Die Autorin beschreibt darin Deutschland und die gegensätzlichen Meinungen, die aktuell aufeinanderprallen.

Eine Neuheit in diesem Jahr war die interkulturelle Bühne, die in Zusammenarbeit Diakonie Meißen und dem Bunten Meißen - Bündnis Zivilcourage mehrsprachige Lesungen präsentierte. Anregende Veranstaltungen, die dazu einluden, danach ins Gespräch zu kommen: Eröffnet wurde die Bühne im Innenhof von Schauspielerin und Moderatorin Mo Asumang, die mit "Mo und die Arier" ihre eigenen Rassismus-Erfahrungen aufgeschrieben hat. Am Samstagabend trug der Leipziger Autor Anselm Moelze aus "Die Grenzen des Glücks" vor. "

Schirmherr de Maizière verabschiedet.

Auch im zwölften Jahr habe das Konzept wieder funktioniert, so Daniel Bahrmann. Dank der im Landkreis Meißen langsamer als andernorts steigenden Inzidenzen hätten auch die Lesungen in geschlossenen Räumen wie dem Ratssaal stattfinden können. Christoph Hein begeisterte dort sein Publikum. Radioredakteur Michael Hametner von MDR-Figaro führt gekonnt durch den Abend.

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Er fühle sich im zweiten Corona-Jahr nicht so gehetzt wie noch 2020, so Bahrmann. Das liege nicht zuletzt an der herausragenden Arbeit der rund 20 Partner. Sie sorgten mit ihrer individuellen Auswahl an Vorlesern für die hohe Qualität der Veranstaltung. Am Sonntagabend wurde schließlich Schirmherr und CDU-Spitzenpolitiker Thomas de Maizière verabschiedet. Dieser werde als prägende Persönlichkeit fehlen, so Bahrmann. (SZ)

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