merken
PLUS Meißen

Meissens Glanz für Preußens Gloria

Ein Porzellanteller für Friedrich II. hat bei einer Auktion jetzt die unglaubliche Summe von 12.500 Euro erzielt.

Wie kommt es, dass dieser Teller eine fünfstellige Summe kostet? Wahrscheinlich ist es der abenteuerlichen Geschichte seiner Entstehung geschuldet.
Wie kommt es, dass dieser Teller eine fünfstellige Summe kostet? Wahrscheinlich ist es der abenteuerlichen Geschichte seiner Entstehung geschuldet. © Lempertz

Meißen. Selbst der Siebenjährige Krieg und die Gegnerschaft zu Sachsen konnten Preußenkönig Friedrich II. nicht vom Vorantreiben eines ganz besonderen Wunsches abhalten. Für das Chinesische Haus im Park von Sanssouci begehrte der kriegerische Monarch ein sogenanntes Japanisches Service aus der Meissener Manufaktur.

Einer durch den Manufaktur-Historiker Otto Walcha überlieferten Notiz von Porzellankünstler Johann Joachim Kaendler zufolge, übermittelte der Hohenzoller hierfür exakte Angaben. Jede Schüssel und jeder Teller des Geschirrs sollte demnach mit einem eigenen exotischen Tier bemalt werden. Der König wünschte hierfür Kamele, Elefanten, Nashörner und andere Tiere. Auch für die Dekoration übermittelte Friedrich der Große Ideen. Für die äußeren Ränder der Porzellane sah er ein gelbes Mosaikmuster vor, für den inneren Rand ein blasseres Blau als die sonst in Meißen verwendete Farbe.

TOP Reisen
TOP Reisen
TOP Reisen

Auf ins Weite, ab in die Erholung! Unsere Top Reisen der Woche auf sächsische.de!

Weiterführende Artikel

Dankeschön vor Heimreise nach China

Dankeschön vor Heimreise nach China

Ende Mai wird Künstler Zhuo Qi sein Atelier auf Zeit in der Görnischen Gasse 4 in Meißen schließen. Vorher gibt es eine einmalige Gelegenheit.

Meißen will Welterbe

Meißen will Welterbe

Nach neun Jahren reicht die Stadt Meißen erneut eine Bewerbung bei der Unesco ein. Schwerter spielen dabei eine besondere Rolle.

Viel Porzellan in Pandemie zerschlagen

Viel Porzellan in Pandemie zerschlagen

Der jetzt veröffentlichte Beteiligungsbericht des Freistaates zeichnet ein kritisches Bild von der Lage der Manufaktur Meissen.

Beim Köllner Kunsthaus Lempertz ist jetzt ein seltener Teller aus dem 1764 fertiggestellten Service zur Auktion gekommen. Dergleichen Stücke sind rar und über Museen in aller Welt verteilt. Vielleicht war es diese Seltenheit zusammen mit der bemerkenswerten Entstehungsgeschichte, die bei diesem Stück den Preis auf 12.500 Euro trieb. Ausgegangen worden war von einer Taxe zwischen 6.000 Euro bis 8.000 Euro. Dabei hält sich die Exotik des abgebildeten Tieres in Grenzen. Es ähnelt einem Kaninchen und knabbert an einer Art Staude.

Mehr zum Thema Meißen