merken
PLUS Meißen

Linkspartei Meißen mit Kandidat aus Leipzig

Die Genossen haben mit ihrer Wahl den Altersdurchschnitt bei den Bewerbern nochmals kräftig gesenkt.

Mit Markus Pohle (29) aus Leipzig soll ein Neuling für die Sozialisten im Meißner Bundestagswahlkreis möglichst viele Direktstimmen holen.
Mit Markus Pohle (29) aus Leipzig soll ein Neuling für die Sozialisten im Meißner Bundestagswahlkreis möglichst viele Direktstimmen holen. © Linkspartei Kreisverband Meißen

Meißen. Die Linkspartei schickt den bislang jüngsten Bundestagskandidaten im Wahl- und Landkreis Meißen ins Rennen. Das hat am Montagvormittag der Kreisvorsitzende Erik Christopher Richter auf Nachfrage der Redaktion mitgeteilt. Gut 70 Prozent der anwesenden Genossen hätten sich demnach bei der Nominierung am Wochenende in Meißen für den 29-jährigen Leipziger Markus Pohle entschieden.

"Er ist schon eine Weile linkspolitisch aktiv, hat aber bislang noch keine ähnliche Funktion ausgeübt", so Erik Christopher Richter. Die Linke erhoffe sich von ihm deshalb neue Ansätze und Herangehensweisen. Dem Kreischef zufolge hat Markus Pohle mehrere Jahre an der Universität Leipzig Geschichte sowie Europastudien studiert und danach einige Jahre als Koch gearbeitet. Aus dieser Erfahrung heraus soll es im Wahlkampf vor allem um Verteilungspolitik infolge der Coronakrise und einen demokratischen, freundlicheren Osten gehen, so Richter.

Anzeige
Der Eyecatcher beim Roadtrip
Der Eyecatcher beim Roadtrip

Ein Gefühl von Freiheit schnuppern, den Alltagsstress vergessen und viel PS genießen - ein Trike bietet den perfekten Fahrspaß für Individualisten.

Im anstehenden Wettbewerb um das Meißner Direktmandat für einen Sitz im Bundestag, welcher am 26. September gewählt wird, stehen bereits vier Konkurrenten für Pohle fest. Mit den Themen Kinderarmut, Demokratie und Sozialstaat will Susann Rüthrich (43) für die SPD ein Mandat erringen. Die CDU hat sich für den früheren Landtagsabgeordneten Sebastian Fischer (39) entschieden. Als sein Ziel benannte er in der Vorstellungsrede auf dem Nominierungsparteitag , an die Arbeit des derzeitigen Meißner Bundestagskandidaten Thomas de Maizière anschließen und diese mit dessen Bodenhaftung und großem Engagement fortführen zu wollen. Der Landkreis Meißen sei besser als sein bundesweiter Ruf. Für die AfD tritt die Bibliothekarin Barbara Lenk (38) an, für die FDP der Immobilienmakler Johannes Schmidt-Ramos (30).

Mehr zum Thema Meißen