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Lkw blockieren Feuerwehrzufahrt

Seit Jahren gibt es auf der Elbtalstraße in Lommatzsch ein Parkproblem. Jetzt soll eine generelle Lösung her. Doch die scheitert vorerst am Geld.

Lkw parken auf der Elbtalstraße und blockieren damit auch eine Feuerwehrzufahrt.
Lkw parken auf der Elbtalstraße und blockieren damit auch eine Feuerwehrzufahrt. © Archivfoto: Gerhard Schlechte

Lommatzsch. Die Stadt will jetzt gemeinsam mit Firmen ein Problem lösen, das es schon seit vielen Jahren gibt. Dieses Problem sind parkende Lkw auf der Elbtalstraße. Vor allem im Frühjahr und Spätsommer stehen teilweise bis zu sieben Kühltransporter in den Abendstunden, an Wochenenden und Feiertagen auf der Elbtalstraße vor den Firmenzufahrten der Betriebe Elbtal und Nordfrost.

Diese ist nicht nur eng, sondern auch hügelig, so dass der Gegenverkehr nicht oder erst zu spät gesehen werden kann. Kommen Fahrzeuge im Gegenverkehr, ist die Straße dicht.

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Ordnungsmittel reichen nicht

"Das Problem ist, dass die Lkw nicht den Firmen auf der Elbtalstraße gehören und diese somit keinen Einfluss auf die Ankunftszeiten nehmen können. Wenn die Firmen geschlossen haben, stehen die Fahrzeuge eben auf der Straße, mitunter sogar im Parkverbot oder vor einer Feuerwehrzufahrt", so Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP). Damit gehe von diesen Fahrzeugen erhebliche Gefährdungen für den fließenden Verkehr und die Sicherheit der Firmen aus.

Verantwortlich für den ruhenden Verkehr ist die Stadt Lommatzsch. "Das Ordnungsamt macht zwar Kontrollen, aber es kommt mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht weit", so die Bürgermeisterin. Heißt im Klartext: Die Fahrer machen sich nichts aus einem "Knöllchen". Deshalb habe im vergangenen Jahr schon die Polizei kontrolliert. Doch auch das sei nur selten möglich.

Keine Einigung zu den Kosten

Was fehlt, ist eine generelle Lösung. Die Betriebe und die Stadt Lommatzsch standen kurz vor dem Abschluss einer Kooperation. Gemeinsam wollte man den Randstreifen befestigen und sich die Kosten dafür teilen. Allerdings stellte sich heraus, dass ein solcher Randstreifen nicht ausreichen würde, nicht breit genug wäre. Die Lkw stünden auch dann immer noch zu einem großen Teil auf der Straße.

Ein noch breiterer, dann aber ausreichender Randstreifen würde noch weit höhere Kosten verursachen. Wegen dieser Kosten gibt es noch keine Einigung. So wurde das Projekt erst einmal zurückgestellt.

Aus den Augen verloren werden soll es aber nicht. Als Übergangslösung könnte sich die Bürgermeisterin vorstellen, dass temporär - also nachts und an den Wochenenden - Schilder mit Parkverboten für Lkw aufgestellt werden. Vor allem die Feuerwehrzufahrt müsse unbedingt freigehalten werden. Ob sich die Lkw-Fahrer daran halten, steht freilich auf einem anderen Blatt. Und dann stünde man wieder vor dem gleichen Problem.

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