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Altes Ritterguts-Gebäude wird saniert

Neue Eigentumswohnungen entstehen in Taubenheim. Sie sind vornehmlich als Kapitalanlage ausgelegt. Noch in diesem Jahr sollen sie fertig sein.

Im ehemaligen Gutshaus neben dem Pflegeheim in Taubenheim werden Wohnungen eingebaut.
Im ehemaligen Gutshaus neben dem Pflegeheim in Taubenheim werden Wohnungen eingebaut. © Claudia Hübschmann

Klipphausen. Lange Zeit hat das alte Gebäude neben dem AWO-Pflegeheim an der Hauptstraße im Klipphausener OT Taubenheim leer gestanden. Nun entstehen in dem einstigen Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude des ehemaligen Rittergutes Wohnungen. Die Ursprünge des Gebäudes gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, als sich dort der adlige Ritter aus Franken Albertus von Duvenheim niederließ, gibt Curt-Rudolf Christof von der Deutschen Sachwert Kontor AG einen kurzen Geschichtseinblick. Er wurde mit dem Marketing für die 14 Eigentumswohnungen betraut.

2018 hat ein bayrischer Unternehmer das etwa 5.120 Quadratmeter große Grundstück erworben. „Ende September 2021 soll die Fertigstellung erfolgen“, sagt Christof. Markant sichtbar ist der angebaute Treppenturm aus Glas und Stahl, über den einige Wohnungen zu erreichen sein werden.

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Mitte der 90er Jahre wurde das Gebäude saniert und als Bürogebäude mit Ausstellungsraum von einem Architekturbüro genutzt, erzählt Christof. Danach stand es viele Jahre leer, bis der jetzige Eigentümer „durch einen Bekannten darauf aufmerksam wurde und großen Gefallen daran fand.“

Das Kreuzgewölbe im Erdgeschoss bleibt erhalten.
Das Kreuzgewölbe im Erdgeschoss bleibt erhalten. © DSK AG
Blick in das Dachgeschoss, wo mehrere Wohnungen entstehen.
Blick in das Dachgeschoss, wo mehrere Wohnungen entstehen. © DSK AG

Trotz der noch großen Baustelle ist der Reiz des Hauses bereits gut sichtbar. Schon der Blick durch die großen Nord-Fenster von der Straße aus in das Erdgeschoss mit der originalen Kreuzgewölbe-Decke und den Sandstein-Säulen lassen erahnen, wie die lichtdurchfluteten Räume aussehen werden. „Die darin befindlichen Cotto-Böden bleiben drin“, sagt Christof. „Sie sind noch sehr gut erhalten.“ Dabei handelt es sich um Fließen aus dem typisch-mediterranen Terracotta. Zur Südseite heraus entstehen Terrassen mit einem kleinen Garten. Von dort aus hat man einen freien Blick auf das Schloss Taubenheim.

An die Wohnungen im ersten Obergeschoss werden Balkone mit einer Fläche von fünf Quadratmetern angebaut, die gleichzeitig als Überdachung der Terrassen im Erdgeschoss dienen sollen, sagt Christof. Auch werde es einen Gartenteil für eine gemeinschaftliche Nutzung geben, weil nicht jede Wohnung ein Balkon haben wird.

Besonderen Charme strahlen die Wohnungen im Dachgeschoss mit den freigelegten Holzbalken aus. Beeindruckend der Blick bis in die Dachspitze: Die Raumhöhe beträgt rund sechs Meter. Dort biete sich beispielsweise der Einbau einer Galerie an.

Entstehen sollen Wohnungen mit einer Fläche zwischen etwa 62 bis 144 Quadratmetern auf drei Etagen. „Vier Wohnungen sind bereits verkauft. Und eine Kaufzusage gibt es“, sagt Christof. Seit Mitte Januar laufe das Immobiliengeschäft wieder etwas besser. Durch die Corona-Pandemie ist alles etwas schwieriger geworden. „Wir leben vom persönlichen Kontakt.“ Auch das Besichtigen vor Ort sei wichtig für potenzielle Käufer.

Das Angebot dieser Wohnungen richte sich vor allem an Kapitalanleger, erklärt er. Ein spezieller Paragraf im Einkommenssteuergesetz, der 7b EstG, mache den Kauf einer Wohnung im ehemaligen Gutshaus attraktiv. Ziel dieses Paragrafen sei es, „möglichst günstigen Wohnraum für die Vermietung zu schaffen“. Die Auflagen dafür seien aber eigentlich nicht machbar. So müsse zum Beispiel der Quadratmeter-Kaufpreis unter 3.000 Euro betragen. Bei der Sanierung dieses Gebäudes sei dies aber mit 2.380 Euro gelungen, weil das Dach und die Fenster bereits in Ordnung waren. Gerechnet werde mit einer Kaltmiete von rund sieben Euro pro Quadratmeter.

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