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Auf diese Blume fliegen Insekten besonders

Umweltschützer haben 168 Jungpflanzen des Großen Wiesenknopfes jetzt in Meißen ausgewildert.

Der einheimische Große Wiesenknopf kommt auf der Meißner Schlosswiese natürlicherweise schon vor. Er ist für viele Insekten sehr attraktiv, unter anderem für Bienen, Ameisen und Schmetterlinge.
Der einheimische Große Wiesenknopf kommt auf der Meißner Schlosswiese natürlicherweise schon vor. Er ist für viele Insekten sehr attraktiv, unter anderem für Bienen, Ameisen und Schmetterlinge. © A. Kühne

Meißen. Die Schlosswiese Siebeneichen wird bunter und vielfältiger. Auf ihr sind nach Angaben des Rathauses kürzlich 168 Jungpflanzen des Großen Wiesenknopfes ausgebracht worden. Im Rahmen eines Projekts des Umweltzentrums Dresden werden seit 2017 in der vereinseigenen Gärtnerei heimische Wildpflanzen vorkultiviert. Das Saatgut stammt von Naturstandorten aus der Region.

Freiwillige aus dem Landkreis Meißen und der Stadt Dresden spielen bei der Aktion eine wichtige Rolle. Als Pflanzenpaten sorgten sie über die Sommermonate für das Gedeihen der Pflänzchen, indem sie diese im Garten oder auch auf dem Balkon pflegten. Das bedeutete vor allem, die Pflanztöpfchen bis zum Herbst vor Austrocknung zu bewahren, was in den letzten Jahren immer schwieriger wurde. Nun sind die Pflanzen konkurrenzstark und finden ihren Platz wieder in der freien Natur. Solche Maßnahmen sollen dem Rückgang der Artenvielfalt etwas entgegen setzen.

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Der einheimische Große Wiesenknopf kommt auf der Meißner Schlosswiese natürlicherweise schon vor. Er ist für viele Insekten sehr attraktiv, unter anderem für Bienen, Ameisen und Schmetterlinge. Vor allem für die besonders geschützten Schmetterlingsarten Dunkler und Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling spielt sich, wie es schon die Namen verlauten lassen, ein Großteil des Lebens auf dieser Pflanze ab. So legen sie ihre Eier ausschließlich in die Blüten des Großen Wiesenknopfes.

Mittlerweile kann der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling in Sachsen kaum noch nachgewiesen werden. Vom Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling kann man im Sommer mit etwas Glück das ein oder andere Exemplar auf der Schlosswiese finden. Damit das so bleibt und sich die Population dort stabil entwickelt, sind nun noch ein paar Wiesenknopfpflanzen dazugekommen. (SZ)

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