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Bahnhofsgebäude in Käbschütz wird verkauft

Das Haus wird derzeit von der Hegegemeinschaft genutzt. Dies soll auch weiter möglich sein.

Das von Jägern genutzte ehemalige Bahnhofsgebäude in Käbschütz wird jetzt verkauft. In Käbschütz befindet sich einer von fünf ehemaligen Schmalspurbahnhöfen in der Gemeinde Käbschütztal.
Das von Jägern genutzte ehemalige Bahnhofsgebäude in Käbschütz wird jetzt verkauft. In Käbschütz befindet sich einer von fünf ehemaligen Schmalspurbahnhöfen in der Gemeinde Käbschütztal. © Claudia Hübschmann

Käbschütztal. Die Gemeinde wird das Gebäude des ehemaligen Schmalspurbahnhofes in Käbschütz verkaufen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Das Gebäude nutzt die Hegegemeinschaft seit Jahren als Jagdhütte. Die beiden Teilflächen mit einer Gesamtgröße von rund 1.200 Quadratmetern werden für 7.650 Euro verkauft. Voraussetzung ist aber, dass der Käufer mit der Hegegemeinschaft einen Vertrag zur uneingeschränkten Nutzung des Objektes abschließt. Dieser soll so lange gelten, wie die Hegegemeinschaft besteht. Die Kosten für die Vermessung und ein Gutachten sowie weitere Nebenkosten, die bei Vertragsabschluss entstehen, trägt der Käufer.

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Eine weitere Voraussetzung ist, dass der über die Grundstücke führende Wanderweg „Meißner 8“ der Öffentlichkeit und die Zufahrtsstraße zum Ortsteil Käbschütz erhalten bleiben.

Letzter Abschnitt 1972 stillgelegt

Insgesamt gibt es in Käbschütztal fünf Bahnhöfe der Schmalspurbahn, deren Netz in den Jahren 1884 bis 1923 entstand. Die Strecken führten bis ins Erzgebirge und dienten vor allem dem Güter-, aber auch für den Personentransport. Auf der Strecke Wilsdruff-Meißen-Löthain fuhr der letzte Zug am 21. Mai 1966. Zwischen Löthain und Lommatzsch wurde mit der Schmalspurbahn noch bis Oktober 1972 Kaolin transportiert. Dann wurde auch dieser letzte Streckenabschnitt stillgelegt.

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