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Bewohner des Katharinenhofs bald geimpft

Nachdem die SZ berichtete, erhalten die Senioren der Meißner Pflegeeinrichtung nun gleich zwei Impftermine.

Katharinenhof in Meißen: Ab März erhalten die dort lebenden Senioren zwei Impftermine.
Katharinenhof in Meißen: Ab März erhalten die dort lebenden Senioren zwei Impftermine. © Claudia Hübschmann

Meißen. Michal Kotrc kämpfte wochenlang dafür, dass die Bewohner des Katharinenhofs geimpft werden. Und zwar durch mobile Impfteams des DRK. Doch niemand kam. Das verärgerte den geschäftsführenden Gesellschafter des Hauses. Sächsische.de berichtete darüber Anfang Februar. Kurz nach dem Artikel gab es einen Anruf des DRK, sagt Peggy Trauzold von Leocare, dem Pflegedienstleister des Katharinenhofs. "Wir freuen uns sehr, dass wir nun berücksichtigt werden." Offensichtlich hat die Nachfrage beim sächsischen Sozialministerium etwas bewirkt: Gleich zwei Termine im März erhält nun das betreute Wohnen auf dem Plossen.

Noch Anfang Februar erklärte Michal Kotrc, dass es keinen Impfauftrag der sächsischen Regierung für die Tagespflege in Meißen gebe. Denn der Katharinenhof sei kein klassisches Pflege- oder Altersheim, sondern eine ambulant betreute Wohngemeinschaft. Die Bewohner fallen deshalb aus dem Raster der nationalen Impfstrategie und werden nicht besonders berücksichtigt. Denn mobile Impfteams stehen momentan nur Pflegeheimen zur Verfügung. Ob sich das bald ändert, könnte sein. Denn die Impfquote ist dort bei fast 100 Prozent. Zudem gibt es seit dem Wochenende Impfbusse, die abseits der Zentren die Impfungen durchführen.

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Theoretisch könnten sich die über 80-Jährigen des Katharinenhofs im Impfzentrum Riesa impfen lassen, sie müssten sich aber selbst um An- und Abreise kümmern. Laut dem Sozialministerium können Fahrtkosten erstattet werden. Doch für Senioren, die ambulant gepflegt werden, ist so eine Reise allein kaum machbar oder zu beschwerlich. "Weiter ist für unsere Bewohner die Onlineterminvergabe zu kompliziert, auch für viele Angehörige", sagt Peggy Trauzold. Deshalb sei die stellvertretende Pflegedienstleiterin und Assistentin der Geschäftsführung dankbar, dass der Katharinenhof nun durch ein mobiles Impfteam bedacht werde.

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