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Corona-Pandemie positiv für die Umwelt

Eine neue Studie kommt zu Schlüssen beim Thema Nachhaltigkeit. Im Landkreis Meißen gibt es keine neuen Corona-Fälle.

Liegt im Trend: Frisches Gemüse aus der Region frisch vom Bauernmarkt. Gerade in der Corona-Pandemie achten die Verbraucher stärker auf Nachhaltigkeit.
Liegt im Trend: Frisches Gemüse aus der Region frisch vom Bauernmarkt. Gerade in der Corona-Pandemie achten die Verbraucher stärker auf Nachhaltigkeit. © Lars Halbauer

Meißen. Der Virus pausiert immer noch. Im Landkreis Meißen sind  bisher unverändert 268 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Davon befinden sich neun Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Es sind 31 Kontaktpersonen von positiven Fällen identifiziert worden. Aktuell ist keine Person stationär im Krankenhaus aufgenommen. 20 Personen sind insgesamt verstorben.

Ändert Corona etwas am Trend zu mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen? Nein, ist die Antwort von Professor Bastian Popp von der Universität des Saarlandes. „Nachhaltigkeit bleibt für den Handel nicht nur äußerst relevant, sie gewinnt durch die Covid-19-Pandemie sogar noch mehr an Bedeutung.“ Die Ergebnisse der neuen Studie können Handelsmanagerinnen und -managern im stationären Handel wie auch im Online-Handel Argumente liefern, wenn es um Investitionen in Nachhaltigkeit geht. Die Kunden haben sogar ein gesteigertes Interesse an diesem Thema.

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Dagegen sehen die Verbraucher beim Handel Verbesserungsbedarf in punkto Nachhaltigkeit. Lediglich 19 Prozent der Befragten empfinden den Handel bereits als nachhaltig. Nach den Ergebnissen ist es für rund 77 Prozent der Befragten wichtig, dass die verwendeten Produkte nicht der Umwelt schaden. Die Mehrheit – 64 Prozent – berücksichtigt mögliche Umweltauswirkungen ihrer Handlungen beim Kauf.  Knapp 55 Prozent der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer gaben an, Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, um dadurch umweltfreundlichere Maßnahmen zu fördern. „Fast 67 Prozent der Befragten geben an, künftig nachhaltigere Produkte beim Kauf zu bevorzugen, auch wenn sie dafür mehr bezahlen müssen“, sagt Professor Popp.

Die Kurven sind noch flach, aber mit Trend nach oben.
Die Kurven sind noch flach, aber mit Trend nach oben. © Gesundheitsamt Meißen
Die Lage ist unverändert zum Vortag.
Die Lage ist unverändert zum Vortag. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen

Bemerkenswert sei auch, dass Covid-19 offenbar das Interesse der Konsumenten an regionalen Produkten fördert. „Im Vergleich zu Zeiten vor Corona sind mehr Kunden an der Herkunft der Produkte interessiert – immerhin knapp die Hälfte aller Befragten. Rund 44 Prozent gaben zudem an, dass die Corona-Pandemie dazu geführt hat, dass sie bereit sind, für regionale Produkte mehr zu zahlen“, sagt Bastian Popp.

Die Ergebnisse der Saarbrücker Handelsexperten weisen allerdings auch darauf hin, dass die Corona-Pandemie nur bedingt zu nachhaltigerem Verhalten der Verbraucher führt. Nur rund 34 Prozent der Befragten informieren sich derzeit stärker als zuvor über die Umweltbelastung von Produkten und verzichten infolgedessen auf einen Kauf.

Die von Regierung und Händlern getroffenen Corona-Schutzmaßnahmen empfinden die Konsumenten laut der Studie größtenteils als nachhaltig im ökologischen Sinne. Alles in allem gehen die Konsumenten langfristig von einem positiven Corona-Effekt auf die Umwelt aus, der etwa durch eine Verringerung der Emissionen und des Flugverkehrs zustande kommt. Auch die Erhöhung des Müllaufkommens kann diese Einschätzung nicht trüben.

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