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Ein Karussell für den Weihnachtsmarkt

Matthias Sufraga hat den Förderverein Meißen e.V. gegründet, um Projekte in Kitas und Horten der Stadt zu unterstützen – nicht nur in der Adventszeit.

Ein Herz für Kinder: Matthias Sufraga und weitere Mitstreiter haben den Förderverein Meißen e.V. gegründet.
Ein Herz für Kinder: Matthias Sufraga und weitere Mitstreiter haben den Förderverein Meißen e.V. gegründet. © Claudia Hübschmann

Meißen. „Gemeinnützig handelt, wer sich selbstlos im Interesse des Gemeinwohls einsetzt.“ Mit diesem Satz beginnt die Präsentation. Auf einer DIN A4-Seite stellt sich der neue Förderverein Meißen e.V. kurz vor. Gründer Matthias Sufraga und seine Mitstreiter haben allerhand Ideen parat, um diese – zugegeben – sehr allgemein gehaltene Formulierung mit Leben zu erfüllen.

 „Wir wollen dafür sorgen, dass die Kinder in den Kitas und Horten an den Grundschulen in unserer Stadt gemeinsam etwas Tolles erleben können“, sagt der Matthias Sufraga, der einen Fachhandel mit Feuerwerksartikeln betreibt.

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Konkret heißt das: Der im Juni gegründete Verein will dabei helfen, dass in den Kitas Weihnachts- oder Faschingsfeiern stattfinden können, dass bei Wandertagen Tickets für Busse oder die S-Bahn gekauft werden können, nennt Matthias Sufraga einige Beispiele. Ebenso will der Verein „generationsübergreifende Aktivitäten“ unterstützen, wie Michael Bonig vom Vereinsvorstand hinzufügt. 

In der Adventszeit singen die Kinder aus Kitas und Grundschulen in Seniorenheimen der Stadt, nennt er ein konkretes Beispiel. Solche Besuche haben in Meißen eine gute Tradition. Beim Organisieren solcher Auftritte will der Verein behilflich sein – etwa, indem er Kosten für die Busfahrten zwischen Kita und Heim übernimmt, erläutert er.

Wegen Corona sind solche Auftritte in diesem Jahr vielleicht nicht so wie bisher gewohnt möglich. Aber die Pandemie hat auch gezeigt, dass Benachteiligte besonders unter einer solchen Krise leiden, so Michael Bonig. 

Diese Isolation nicht zuzulassen, sei eines der Motive für die Gründer des Fördervereins Meißen gewesen. „Wir bieten Anlässe für kulturelle Begegnungen, initiieren und unterstützen regionale Veranstaltungen, fördern individuelle Projekte“, heißt es in der Präsentation des Vereins.

Neue Fördermöglichkeiten

Matthias Sufraga und Michael Bonig kennen sich aus dem gemeinsamen ehrenamtlichen Wirken in Elternräten der Kita „Nassaumücken“. Dort haben sie bereits den Weihnachtsmarkt für die Kinder als Höhepunkt in der Adventszeit organisiert.

 Der besondere Clou dabei war die Anmietung eines Karussells, was die Kinder natürlich begeisterte. Für einen Tag kostet das 400 Euro, berichtet Matthias Sufraga. Das überfordert die Möglichkeiten der einzelnen Einrichtungen. Oft sind es nur Altpapiersammlungen oder die eigenen Fördervereine, die etwas Geld zusammenbringen können.

Der Weihnachtsmarkt für die „Nassaumücken“ am 3. Dezember gehört zu den ersten Vorhaben, das der Förderverein Meißen vorbereitet – natürlich unter Beachtung Corona-bedingter Vorsichts- und Hygienemaßnahmen. Der Verein will Equipment und Deko-Materialien anschaffen, die für solche Veranstaltungen, aber auch andere Feiern genutzt werden können. Für die Lagerung stellt Matthias Sufraga Räume in seinem Geschäft zur Verfügung.

Diese Materialien können weiteren Kitas oder Horten zur Verfügung gestellt werden. Matthias Sufraga und seine Mitstreiter im Vorstand des neuen Vereins sehen in diesem Angebot auch einen Weg zur Vernetzung von Fördervereinen der einzelnen Einrichtungen in der Stadt. Außerdem bieten sich neue Fördermöglichkeiten.

Der Verein, der nicht an eine Einrichtung gebunden ist, hat andere Möglichkeiten, Fördertöpfe zu nutzen, um Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Fördermitgliedschaften und Spenden durch Zuschüsse aus Programmen des Landes und des Bundes zu „vermehren“. Vorständler Sufraga und Bonig nennen das Programm „Demokratie leben“.

Natürlich gehört auch das „Klinken putzen“ dazu. Kontakte hat die Vereinsführung bereits zur Stiftung Soziale Projekte geknüpft. Bei der Meißner CDU stellte Matthias Sufraga den Förderverein in einer Runde mit Landratskandidat Ralf Hänsel vor. 

Demnächst ist ein Termin bei den Meißner Rotary Club vorgesehen. Außerdem arbeiten die Vereinsgründer mit Hochdruck an einer Internet-Präsenz, um auf sich und die Ziele aufmerksam zu machen.

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