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Gefährliche Straßen für Kinder

In Gauernitz wird dank der Bürger ein kleiner Schritt zu mehr Sicherheit erreicht. In Tanneberg soll es eine schnelle vorübergehende Lösung geben.

Die Gauernitzer haben es geschafft: Das Geld für eine Geschwindigkeitsanzeige konnte gesammelt werden. Nächstes Jahr wird an der B 6 eine Tafel fest installiert.
Die Gauernitzer haben es geschafft: Das Geld für eine Geschwindigkeitsanzeige konnte gesammelt werden. Nächstes Jahr wird an der B 6 eine Tafel fest installiert. © Norbert Millauer

Klipphausen. Die Tempo-Anzeige im Klipphausener Ortsteil Gauernitz an der Bundesstraße 6 kann kommen. Eigentlich hatte sich die Ende 2018 gegründete Bürgerinitiative in dem Dorf eine verkehrstechnische Lösung erhofft. Aber auch eine Geschwindigkeitsanzeige zeigt Wirkung. Das konnte einer der Anwohner, Jens Topa, beobachten, als monatelang eine mobile Tafel installiert war. Nun soll eine fest installierte, durch Spenden finanzierte Tafel für etwas mehr Sicherheit an der Straße sorgen. Wie Bürgermeister Mirko Knöfel (parteilos) auf SZ-Anfrage mitteilt, sei das nötige Geld zusammengekommen.

Jens Topa hatte sich gemeinsam mit Holger Loose in der Bürgerinitiative engagiert. Grund: Der Verkehr im Bereich von B 6 und Kreisstraße Langer Weg ist schlecht überschaubar, selbst für Erwachsene. Aufgrund einer leichten S-Kurve der B 6 und einer sehr nahen Bebauung können Fahrzeuge erst sehr spät gesehen werden. Doch regelmäßig müssen Schüler die Bundes- und Kreisstraße kreuzen, um zu den Bushaltestellen oder zur Fähre zu gelangen. Die Gefahr von Unfällen muss reduziert werden, sagen Einwohner. Doch als Unfallschwerpunkt gelte dieser Bereich nicht, wurde aufgeklärt. Die Bürgerinitiative hatte verschiedene bauliche Vorschläge gemacht, Gespräche und Treffen mit Verantwortlichen fanden in großer Zahl statt. Eine Veränderung diesbezüglich gibt es allerdings noch nicht.

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Indes können laut Bürgermeister Knöfel die Anwohner im Klipphausener Ortsteil Tanneberg auf eine vorübergehende Lösung an der S 36 hoffen. Die bei Stau auf der Autobahn als Umleitung genutzte Straße ist marode, Gehwege fehlen und besonders Schüler haben kaum eine Chance, die Straße zu überqueren, wenn ein Fahrzeug am anderen durch das Dorf fährt. Der grundhafte Ausbau ist zwar geplant, aber der dauert noch Jahre. Deshalb sucht die Gemeinde nach schnellen Lösungen. „Wir sind in Gesprächen mit dem Lasuv“, sagt Knöfel. Genaueres könne er aber noch nicht sagen.

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