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Geschäfte bleiben an diesem Sonntag zu

Viele Händler in der Stadt hatten auf den verkaufsoffenen Sonntag gehofft, bevor am Montag der verschärfte Lockdown in Sachsen beginnt.

Weihnachtseinkäufe in Geschäften der Stadt sind nur noch bis zum Sonnabend möglich.
Weihnachtseinkäufe in Geschäften der Stadt sind nur noch bis zum Sonnabend möglich. © Claudia Hübschmann

Meißen. Die Geschäfte in Meißen bleiben an diesem Sonntag geschlossen, obwohl er eigentlich verkaufsoffen sein sollte. Das erklärte Bürgermeister Markus Renner am Mittwoch gegenüber der SZ. Er begründet das mit der Rechtslage: „Nach dem Ladenschlussgesetz sind verkaufsoffene Sonntage an einen Anlass gebunden“.

Für den 13. Dezember hätte die Meißner Weihnacht den Anlass gegeben. Der Bürgermeister verweist auf ein Schreiben aus dem Landratsamt vom 3. Dezember, in dem darauf hingewiesen wird, dass nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung Weihnachtsmärkte im Freistaat verboten sind. „In Folge dessen ist die ... Öffnung von Verkaufsstellen aus Anlass besonderer regionaler Ereignisse, insbesondere des Abhaltens von Weihnachtsmärkten, obsolet geworden“, heißt es darin. "Die Durchführung von verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr 2020 auf dieser Grundlage ist daher nicht mehr zulässig."

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Die Stadträte entscheiden jährlich über die Termine für die vier möglichen verkaufsoffenen Sonntage. Demnach waren Händlern und Gewerbetreibenden in Meißen für dieses Jahr die Möglichkeit zur Sonntagsöffnung ihrer Geschäfte an Wochenenden eingeräumt worden, wenn in Meißen der Ostermarkt und der Töpfermarkt stattfindet sowie an zwei Adventswochenenden während der Meißner Weihnacht. Von der Absage des Oster- und des Töpfermarktes wegen der pandemiebedingten Vorsichtsmaßnahmen waren im April und Mai auch die verkaufsoffenen Sonntage betroffen.

In Meißen sind Weihnachtseinkäufe in zahlreichen Geschäften nur noch bis zum Sonnabend möglich. Viele Einzelhändler hatten darauf gehofft, ihre Ladentüren an beiden Tagen des bevorstehenden Wochenendes öffnen zu können – und damit wenigstens auf einen Teil des für sie so wichtigen Weihnachtsgeschäftes.

Viele Verkaufseinrichtungen sind vom verschärften Lockdown ab dem kommenden Montag betroffen und müssen dann bis zunächst zum 10. Januar 2021 schließen, wie die sächsische Staatsregierung am Dienstag angekündigt hatte. Viele Einzelhändler haben ihre Lager noch voll mit Ware, die sie schon im Frühjahr nicht verkaufen konnten. Außerdem fürchten sie die weitere Abwanderung großer Teile ihrer Kundschaft in den Online-Handel. (SZ/da)

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