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Günstig wohnen am Robert-Koch-Platz

Die neuen Wohnungen sind gefragt. Bereits vor der Fertigstellung sind alle vergeben.

Nur noch drei Wochen, dann sind die neuen Wohnungen bezugsbereit, freut sich Seeg-Geschäftsführerin Birgit Richter.
Nur noch drei Wochen, dann sind die neuen Wohnungen bezugsbereit, freut sich Seeg-Geschäftsführerin Birgit Richter. © Claudia Hübschmann

Meißen. Am Robert-Koch-Platz sind moderne Wohnungen samt Balkon entstanden - für eine durchschnittliche Kaltmiete von unter sechs Euro. Große Wohnungen zu vernünftigen Mietpreisen gebe es zwar auch anderswo in Meißen, erklärt Projektleiter Karsten Ruckau: In dieser guten Lage seien sie allerdings etwas Besonderes. Vor der Fertigstellung sind deshalb bereits alle acht Wohnungen vermietet.

Die städtische Wohnungsgesellschaft Seeg hat das denkmalgeschützte Gründerzeitgebäude aus dem Jahr 1890 saniert und so drei 5-Raum-Wohnungen und drei 4-Raum-Wohnungen sowie zwei 3-Raum-Wohnungen geschaffen: "Wir haben ganz genau darauf geachtet, dass sich die Vergabe an Bedürftige richtet", versichert Geschäftsführerin Birgit Richter: "Hier hat niemand, der es sich leisten konnte, eine günstige Wohnung abgegriffen." Tatsächlich sind fünf Familien, zwei Pärchen und eine alleinerziehende Person eingezogen - insgesamt zehn Kinder und 15 Erwachsene. "Schön, dass dieses Konzept hier aufgegangen ist und hauptsächlich Familien einziehen", freut sich Oberbürgermeister Olaf Raschke.

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Der Blick vom Innenhof auf das neue Seeg Haus auf dem Robert Koch Platz.
Der Blick vom Innenhof auf das neue Seeg Haus auf dem Robert Koch Platz. © Claudia Hübschmann

Das Bauprojekt am Robert-Koch-Platz war schon lange angedacht, doch der besonders ruinöse Zustand des Nachbarhauses verhinderte eine Sanierung über viele Jahre. So stand die Hausnummer 2 gut zehn Jahre leer - in dieser Zeit lief auch Wasser vom Nachbarhaus an der Außenwand herab. 2018 wurde schließlich mit der Planung begonnen und ein Konzept entwickelt, um Mieten anbieten zu können, die vor allem Familien ansprechen. 

Einen Fahrstuhl gibt es deshalb nicht, dafür haben fast alle Wohnungen einen großzügigen Balkon zur Südseite sowie Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder und Kinderwagen. Außerdem sind alle Wohnungen mit Duschen und Badewannen ausgestattet - ein offener Küchenbereich lässt die Wohnungen offener wirken. "An dieser Stelle wissen wir als Seeg, was die Mieter wollen", sagt Richter. Deshalb wurden alle Fünfzimmer-Wohnungen  mit einer zweiten Toilette ausgestattet. Aus den Toiletten auf dem Flur sind Abstellkammern entstanden. Um einen kleinen Charme des Gründerzeithauses weiterleben zu lassen, sollen bei der abschließenden Renovierung kleine Ecken an der Decke freigelassen werden, um Teile der ursprünglichen Bemalung zu erhalten.

Eigentlich neun Euro Miete

Dass der Mietpreis trotzdem bei durchschnittlich 5,95 Euro liegt, sei nur aufgrund der Städtebauförderung zur Beseitigung städtebaulicher Makel möglich, erklärt Richter. Die Fördersumme belief sich auf 260.000 Euro, von der die Stadt einen Eigenanteil von 91.000 Euro trägt. Ansonsten würden sich die Mietpreise auf etwa neun Euro belaufen.

Insgesamt kostete das Bauprojekt 1,36 Millionen Euro - 300.000 mehr als erwartet: Im Dach sei bei den Bauarbeiten ein Holzschwamm-Befall aufgefallen, außerdem hätten sich eine ganze Menge an statischen Mängeln aufgetan und dann gab es noch eine Kostensteigerung im Baugewerbe, ordnet Projektleiter Karsten Ruckau die Mehrkosten zu. Trotz der unerwarteten Arbeiten werden die Wohnungen lediglich einen Monat später als geplant fertig. Im Nachbarhaus sind die Bauarbeiten noch in vollem Gange. Auch noch in drei Wochen, wenn die ersten Mieter einziehen: Am Robert-Koch-Platz 3 entstehen neben Privatwohnungen auch Arztpraxen. Der Innenhof solle gemeinsam genutzt werden. 

Pünktlich zum Einzug wartet im Innenhof eine Grillecke auf die Mieter. Vom ersten Stock aus, soll sogar eine Treppe vom Balkon hinunter in den Garten führen: "Zum Wäscheaufhängen geht's einfach zum Balkon raus", schmunzelt Ruckau.

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