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Meißen

Helfer brauchen selbst Hilfe

Der Weiße Ring hilft Opfern von Straftaten. Er finanziert sich auch durch Spenden. Doch er braucht nicht nur finanzielle Hilfe.

Geschäftsführer Ralf Breuer (links) und Geschäftsstellenleiterin Inge Erler (2.v.r.) bei der Übergabe der Spende von UKA an den Weißen Ring in Meißen.
Geschäftsführer Ralf Breuer (links) und Geschäftsstellenleiterin Inge Erler (2.v.r.) bei der Übergabe der Spende von UKA an den Weißen Ring in Meißen. © privat

Meißen. Opfer von Straftaten sind meist auf sich allein gestellt. Sie müssen psychisch mit der Situation fertig werden, auch auf Entschädigung können sie selten hoffen. Denn die Täter sind meist mittellos. In solchen Fällen springt der Weiße Ring ein. Dies ist ein gemeinnütziger Verein, der Opfern von Kriminalität hilft und mit Präventionsarbeit zu verhindern versucht, dass Menschen Opfer von Straftaten werden. Der 1976 gegründet Verein ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Straftaten. Von den 400 deutschlandweiten Außenstellen befindet sich eine auch in Meißen. Unter der Leitung von Inge Erler arbeiten hier sechs Ehrenamtliche. An jedem ersten und dritten Montag im Monat ist die Außenstelle im Meißner Rathaus geöffnet.

Der Verein finanziert seine Tätigkeit ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, testamentarischen Zuweisungen sowie von Geldbußen, die Gerichte und Staatsanwaltschaften verhängt haben. Und natürlich von Spenden. Eine solche in Höhe von 3.500 Euro erhielt die Meißner Außenstelle jetzt von der Firma UKA Meißen Projektentwicklung GmbH & Co. KG. „UKA Meißen unterstützt die unersetzbare ehrenamtliche Arbeit des Weißen Rings, weil wir beeindruckt sind, wie unermüdlich und hilfsbereit sich die Helfer für Opfer von Kriminalität einsetzen“, so Geschäftsführer Ralf Breuer. Das Unternehmen projektiert nicht nur Wind- und Solarenergieparks, sondern unterstützt auch soziale Projekte in vielen Kommunen. In Meißen konnte nun die Außenstelle des Weißen Ringes eine Spende für dringend benötigte Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit in Empfang nehmen. 

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Wie Inge Erler sagt, werden die gespendeten Gelder unter anderem dafür eingesetzt, um Opfern von Straftaten Anwaltskosten zu erstatten, damit diese ihr Opferschutzrecht im Strafverfahren durchsetzen können. Auch Erholungsmaßnahmen für Opfer und deren Angehörige werden davon finanziert und finanzielle Notlagen der Betroffenen überbrückt. Das Thema „Hilfe bei sexualisierter Gewalt“, stellt der Weiße Ring in den Fokus. Er hilft nach Straftaten wie sexuellem Missbrauch, sexueller Nötigung, Vergewaltigung oder sexueller Belästigung. 

Doch manchmal benötigen die Helfer selbst Hilfe, nicht nur finanzielle. Das Meißner Team braucht Zuwachs und sucht engagierte Personen in Meißen und Umgebung.

Wer mitmachen möchte, der meldet sich bitte im Landesbüro unter [email protected] oder telefonisch unter der Nummer 0351 8507 4496.

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