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Meißen

"Hörgeräte stärker mit Handy vernetzt"

Wie haben Altstadt-Händler die Corona-Monate überstanden? Hörakustiker Adrian Rößger berichtet Positives.

Blickt optimistisch in die Zukunft: Hörakustiker Adrian Rößger ist bereits seit rund fünf Jahren auf der Gerbergasse ansässig und mit dem Standort zufrieden.
Blickt optimistisch in die Zukunft: Hörakustiker Adrian Rößger ist bereits seit rund fünf Jahren auf der Gerbergasse ansässig und mit dem Standort zufrieden. © Christin Schöne

Herr Rößger, wie hat Ihr Unternehmen die akute Corona-Krise erlebt?

Da wir zum Gesundheitsbereich zählen, mussten wir nicht schließen. Unsere Räumlichkeiten haben es zugelassen, den geltenden Auflagen entsprechend zu öffnen. Bei Hörgeräten muss immer einmal etwas nachjustiert werden. Deshalb waren die Kunden auch sehr dankbar, dass wir in der Zeit der akuten Corona-Krise persönlich für sie da waren.

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Und wenn Kunden nicht persönlich kommen wollten?

In diesen Fällen bietet uns die moderne Technik die Möglichkeit, die Geräte aus der Ferne zu warten und Einstellungen zu verändern. Bei handfesten Problemen gibt es den Briefkasten, um Geräte abzugeben. Dann bringen wir diese schnell wieder in Ordnung.

Sie sind jetzt seit rund fünf Jahren auf der Gerbergasse. Wie hat sich der Standort bewährt?

Die verkehrsgünstige Lage zahlt sich aus. Wir sind gut erreichbar. Oft verbinden Kunden die Wege in der Altstadt mit einem Besuch bei uns. Der Einzugsbereich umfasst fasst den ganzen Landkreis Meißen. Es gibt sogar vereinzelt Kunden, die aus Thüringen und Berlin zu uns kommen.

Hat sich die Zusammensetzung der Kundschaft in den letzten Jahren geändert?

Ja, wir haben zunehmend Kunden, die berufstätig sind. Das stellt natürlich eine besondere Herausforderung dar. Zwei Mitarbeiterinnen sind zudem auf die sehr anspruchsvolle Versorgung von Kleinkindern spezialisiert. Je früher hier gehandelt wird, um so besser sind die Ergebnisse.

Welche Trends sind derzeit in Ihrer Branche aktuell?

Die Hörgeräte werden immer stärker mit anderen Geräten wie zum Beispiel dem Handy vernetzt. Dazu kommt die Möglichkeit, die Technik mit einer Handbewegung zu steuern. Das erhöht die Bedienfreundlichkeit enorm. Gleichermaßen beim Gespräch wie beim Hören von Musik. Aber es gibt noch Entwicklungen, die darüber hinausgehen.

Welche wären das?

Den Herstellern ist es gelungen, die Akkulaufzeit sehr weit zu verlängern. Die Geräte mit Akkus sind zwar nach wie vor größer als jene mit Batterien. Oft wird das aber durch ein frisches Design ausgeglichen, das selbst die ältere Generation anspricht.

  • Das Gespräch führte Peter Anderson.

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