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„Ich konnte vielen Menschen helfen“

Im Januar 2020 hat Susanne Jahnke eine Schmerztherapie-Praxis in Meißen eröffnet. Wie wurde sie angenommen?

Heilpraktikerin Susanne Jahnke blickt nach der Eröffnung ihrer Praxis in Meißen auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Heilpraktikerin Susanne Jahnke blickt nach der Eröffnung ihrer Praxis in Meißen auf ein erfolgreiches Jahr zurück. © Claudia Hübschmann

Meißen. Sie strahlt über das ganze Gesicht. Denn sie hat es geschafft. Im Januar dieses Jahres wagte die Heilpraktikerin Susanne Jahnke mit großem Optimismus den Schritt in die Selbstständigkeit in Meißen. Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ihr Gebiet, ihre Leidenschaft. Seit vielen Jahrzehnten ist TCM auch in Deutschland etabliert, die Nachfrage ist immer größer“, sagt sie. Nach zehn Jahren Arbeit mit dem chinesischen Arzt Dr. Zhang in einer TCM-Praxis in München, kehrte die gebürtige Meißnerin nach Sachsen zurück, arbeitete fünf Jahre als Schmerztherapeutin im Zentrum für ganzheitliche Schmerzmedizin in Dresden-Trachau. Mit Erfolg. „Ich konnte vielen Menschen helfen. Auch ohne meinen Dr. Zhang. Das war damals schon für mich die Feuerprobe.“

Doch der Sprung zu einer eigenen Praxis in Meißen war dann doch noch einmal etwas anderes. Nicht mehr eingebunden zu sein in das Netzwerk aus Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten wie in Dresden. Jetzt, nach einem Jahr, ist sie glücklich: Ihre Praxis wurde sehr gut angenommen. „Den großen Zuspruch habe ich nicht erwartet. Es ist schön zu spüren, dass mich die Meißner wertschätzen.“ Aber auch aus anderen Gegenden wie Görlitz, Altenberg oder Freiberg finden Patienten den Weg zu ihr. Doch auch wenn der Terminkalender gut gefüllt ist, habe sie noch Kapazitäten. „Es ist schön, zu spüren, dass die TCM so einen großen Erfolg hat. Sie gehört mittlerweile auch für uns Deutsche zur Naturheilkunde.“

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Hoffnung auf Zusammenarbeit mit Ärzten

Als kurz nach Praxiseröffnung die Corona-Pandemie kam, „hat mir das schon erst einmal Angst gemacht.“ Wie werden die Patienten sich verhalten? Kommen sie trotzdem? Sorgen, die glücklicherweise unbegründet waren. „Ich bin sehr dankbar, dass meine Patienten mir vertrauen, sich hier wohlfühlen“, sagt Susanne Jahnke. Natürlich achte sie auf Hygiene, „außerdem habe ich das Glück, dass es keine ‚Wartezimmerpraxis‘ ist.“

Am meisten glücklich aber ist die Heilpraktikerin, so vielen Patienten nun auch in Meißen geholfen haben zu können. Auch wenn die TCM so viel mehr leisten könne, trotzdem kommen die meisten wegen akuter oder chronischer Schmerzen zu ihr. Aber sie behandle nicht nur das Symptom Schmerz, die chinesische Medizin sei eine Ganzheitsdiagnostik. Abhängig von verschiedenen Beschwerden des Patienten kommen dann verschiedene Therapien wie beispielsweise Akupunktur, Blutegel oder auch Umstellung der Ernährung zum Einsatz. „TCM ist Hilfe zur Selbsthilfe.“ Und wenn am Ende eines langen Leidensweges ein Schmerzpatient zum Beispiel ohne Tabletten auskommt, das macht die Heilpraktikerin glücklich.

Doch egal, ob große oder kleine Schritte, „jeder einzelne Behandlungserfolg fasziniert mich.“ Für Susanne Jahnke ist es wichtig, helfen zu können, wie beispielsweise einer MS-Patientin. Die Krankheit bei ihr sei sehr fortgeschritten. Nun, nach ihren Behandlungen, habe sich beispielsweise ihr Schlaf verbessert, auch könne sie besser gehen. Diese Fortschritte zu sehen, „das ist was Tolles.“

Besonders erfreut ist die Heilpraktikerin, dass mittlerweile auch der eine oder andere Hausarzt in Meißen offen für die TCM sei, wie sie von Patienten gehört habe. Sie sagt, „die Schulmedizin ist ganz wichtig. TCM ist eine Komplementärmedizin.“ Deshalb sei ihr eine Zusammenarbeit mit Ärzten, Psychologen oder Physiotherapeuten sehr wichtig. So hoffe sie darauf, auch in Meißen ein kleines Netzwerk aufbauen zu können.

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