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Kein neuer Anstieg der Covid-19-Fälle im Landkreis Meißen

Schützen Brillen vor dem Corona-Virus? Dieser Frage gingen chinesische Ärzte nach. Die Antwort ist schon etwas überraschend.

Diese Brille ist prominent. Sie stammt von Elton John und wird gegenwärtig in einem Geschäft in Bischofswerda präsentiert .Ob Brillen generell vor Corona schützen, ist in einer aktuellen Studie aus China untersucht worden.
Diese Brille ist prominent. Sie stammt von Elton John und wird gegenwärtig in einem Geschäft in Bischofswerda präsentiert .Ob Brillen generell vor Corona schützen, ist in einer aktuellen Studie aus China untersucht worden. © SZ/Uwe Soeder

Meißen. Die Virus-Pause im Landkreis Meißen hält weiter an. Auch am Montag kam kein neuer Corona-Fall dazu, teilte das Landratsamt mit.  Im Landkreis Meißen sind bislang 273 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Fünf Personen befinden sich noch in behördlich angeordneter Quarantäne. Zudem gibt es 18 Kontaktpersonen von positiven Fällen. Aktuell befindet sich niemand in stationärer Behandlung. Nach wie vor sind 20 Personen bisher verstorben. Insgesamt meldet das Robert Koch-Institut 1,2 Fälle pro 1000.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Das ist weit entfernt von der Alarm-Grenze von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Zwei Kurven, die nur langsam nach oben wollen. 
Zwei Kurven, die nur langsam nach oben wollen.  © Gesundheitsamt Meißen
Kein neuer Anstieg. 
Kein neuer Anstieg.  © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Die rote Linie ist noch sehr weit weg.
Die rote Linie ist noch sehr weit weg. © Gesundheitsamt Meißen

Schützen Brillen vor Corona? Zumindest können sie das Risiko senken, ist das Ergebnis einer chinesischen Studie.  Demnach trugen nur sechs Prozent der insgesamt  276 im Suizhou Zengdu Hospital in der Nähe von Wuhan behandelten Covid-19 Patienten eine Brille. Das veröffentlichten die Mediziner in einem Fachblatt, so das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Ärzte vermuten deshalb, dass Brillen vor Ansteckungen schützen könnten.

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Um den statistischen  Vergleich zu ermitteln, wie viele potenzielle Brillenträger es in der Provinz geben könnte, verglichen die Ärzte die Ergebnisse mit den Werten einer früheren Studie in der Stadt Suizhou aus dem Jahr 1987. Damals waren laut den Zahlen gut 31 Prozent der Probanden in der Hubei-Provinz kurzsichtig. Die befragten Studierenden sind inzwischen so alt wie der durchschnittliche Corona-Patient in der neuen Studie (51 Jahre). Der geringe Anteil der Brillenträger unter den Corona-Patienten überraschte die Ärzte.

Die Studie liefert keinen eindeutigen Beleg, dass Brillen vor Corona-Ansteckungen schützen. Bei der relativ kleinen Stichprobe könnte es sich auch um einen Zufall handeln. Das Ärzteteam hält einen Zusammenhang dennoch für plausibel: Menschen fassen sich, das ergaben neuere  Studien, etwa zehnmal pro Stunde an die Augen. Wer dabei Erreger an den Fingern hat, könnte sie dadurch in den Körper gelangen lassen. Brillen können das verhindern. Zumindest reduzieren sie die Kontakte der Finger zum Auge. 

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