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Lebenshilfe will Land von der Stadt kaufen

Auf dem Grundstück in Bohnitzsch soll ein Zentrum zur Frühförderung von Kindern entstehen.

Eine erste Entwurfsskizze sieht einen zweigeschossigen Bau im Wohngebiet an der Niederauer Straße vor.
Eine erste Entwurfsskizze sieht einen zweigeschossigen Bau im Wohngebiet an der Niederauer Straße vor. © Lebenshilfe Meißen e.V.

Meißen. Insgesamt 3.600 Quadratmeter umfassen zwei Flurstücke, die der Verein Lebenshilfe Meißen e.V. von der Stadt erwerben möchte. Dem Verkauf zu einem Preis von rund 146.000 Euro stimmten die Stadträte im Verwaltungsausschuss am Mittwochabend einstimmig zu.

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Auf dem Land innerhalb des Wohngebietes Niederauer Straße in der Gemarkung Bohnitzsch, soll ein Gebäude errichtet werden, in dem der Verein ein Zentrum zur interdisziplinären Frühförderung einrichten will, wie der Geschäftsführer der Lebenshilfe Meißen e.V. Matthias Christoph gegenüber der SZ erklärt. „In dieser Einrichtung können Kinder im Alter bis zu 7 Jahren nach ärztlicher Verordnung betreut und behandelt werden, um Entwicklungsrückstände aufzuholen oder Behinderungsdefizite auszugleichen“, beschreibt Matthias Christoph das Vorhaben.

Die Lebenshilfe Meißen e.V., die im Kreisgebiet derzeit 150 Kinder mobil und ambulant betreut, will mit diesem Projekt bessere Bedingungen für ihre Versorgung und heilpädagogische Förderung schaffen. Neben Räumlichkeiten zur ambulanten Betreuung sollen in dem Bau auch Logopäden und Ergotherapeuten praktizieren.

Das Obergeschoss, des in ersten Entwurfsskizzen zweigeschossigen Baus, soll zudem Raum für zwei Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen bieten. Weil das Gebäude mit einem Aufzug ausgestattet sein soll, können hier sechs Menschen barrierefrei wohnen. Dieses Angebot will die Lebenshilfe vor allem für ältere Menschen mit Behinderungen schaffen, weil es in diesem Bereich in der Region kaum Angebote gebe, so Matthias Christoph.

Die von den Stadträten signalisierte Zustimmung zum Erwerb des Grundstücks, ist ein erster Schritt, auf einem noch langen Weg zur Umsetzung der Pläne. Zunächst müsse die Finanzierung geklärt werden. Dazu werden nun Gespräche mit dem Freistaat Sachsen als Fördermittelgeber sowie der Aktion Mensch stattfinden. (SZ/da)

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