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Meißen soll Mietspiegel bekommen

Seit über vier Jahren gibt es das wichtige Vergleichswerk nicht mehr. Doch hinter den Kulissen tut sich etwas.

Spieglein, Spieglein an der Wand: Wo sind die höchsten Mieten im Land? Ein neuer Überblick soll in Meißen Licht ins Dunkel bringen.
Spieglein, Spieglein an der Wand: Wo sind die höchsten Mieten im Land? Ein neuer Überblick soll in Meißen Licht ins Dunkel bringen. © Sebastian Schultz

Meißen. Eine Antwort des Meißner Rathauses auf eine Anfrage von Stadtrat Andreas Graff (Linkspartei) bringt interessante Aufschlüsse zum Meißner Wohnungsmarkt und der Frage nach einem neuen Mietspiegel für die Porzellanstadt.

Wie es aus der Behörde heißt, hätten sich die am Mietspiegel Beteiligten in der Vergangenheit insbesondere zur nötigen Datenbasis und den Energiekennwerten nicht einigen können.

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Im Dezember 2020 hatte sich die SZ schon einmal mit dem Thema befasst. Zu diesem Zeitpunkt hieß es aus der Verwaltung, dass unterschiedliche Interessen der Vertreter der Mieter und Vermieter die Verhandlungen stoppten. Die Stadt agiere nur als Moderator. David Császár, Sprecher der Seeg, des größten Vermieters in Meißen, sagte in diesem Zusammenhang, dass Mietpreisanpassungen auch mittels der ortsüblichen Vergleichsmiete vorgenommen werden können. Die Wohnungsgesellschaft Seeg hätte aber einen neuen Mietspiegel begrüßt, da er für mehr Transparenz am städtischen Wohnungsmarkt sorgen würde.

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Aktuell teilt das Rathaus mit, dass vor dem Beginn der Arbeit an einem neuen Mietspiegel die Einführung eines Energieausweises für Häuser abgewartet werden solle. Hinzu komme, dass aktuell der Bund das Mietspiegelrecht anpasse. Die Ansichten der hierzu gehörten Sachverständigen gingen jedoch weit auseinander. Bis Ende September sollte jedoch Rechtssicherheit bestehen. Anschließend sei geplant, mit den Vertretern der Vermieter und Mieter einen neuen Anlauf zu unternehmen.

Wie dem Schriftwechsel zwischen der Verwaltung und Stadtrat Graff weiter zu entnehmen ist, gibt es in Meißen knapp 17.200 Wohnungen. Knapp 2.300 davon hätten laut Zensus von 2011 leer gestanden. Neuere Zahlen lägen nicht vor.

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