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Meißen

Name für Platz ohne Namen

Für eine prominente Stelle in Meißen fehlte bislang eine eindeutige Bezeichnung.

Die Fummel - das Vorzeigeprodukt der Konditorei Zieger - soll dem Platz vor dem Geschäft jetzt den Namen geben. An der postalischen Anschrift dürfte dies allerdings nichts ändern.
Die Fummel - das Vorzeigeprodukt der Konditorei Zieger - soll dem Platz vor dem Geschäft jetzt den Namen geben. An der postalischen Anschrift dürfte dies allerdings nichts ändern. © Claudia Hübschmann

Meißen. So eine Taufe will würdig begangen sein. Meißens Mathe-Ass Dr. Norbert Herrmann hat sich deshalb für diesen Freitagabend, 18 Uhr, etwas ganz Besonderes ausgedacht. Zusammen mit Meißens Tourismusmarketing-Chef Christian Friedel und seiner Frau möchte er eine Plakette am Platz vor dem Café Zieger enthüllen.

Herrmann, der vor Jahren mit seiner Familie das Haus an der nordöstlichen Frontseite saniert hat, ist die Namenslosigkeit der prominenten Stelle schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Der Platz liegt zwischen dem Ende der Burgstraße und dem Anfang des Hohlweges.

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Jetzt soll Abhilfe geschaffen werden. Die keramische Platte wird die Aufschrift Fummelplatz tragen. Der Name kommt nicht von ungefähr. Konditormeister Dirk Zieger bäckt hier in seinem Laden die geschützte Meißner Fummel, welche im Gepäck von Touristen regelmäßig in die ganze Welt reist. Zwischendurch hatte Norbert Herrmann auch mit dem Namen Froschbrunnenplatz experimentiert, was teilweise für Irritationen sorgte. Nun scheint sich die populärere Fummel durchgesetzt zu haben.

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"Anschließend möchten wir im Rahmen des Meißner Kultursommers hier am Platz dann gemeinschaftlich mit vielen Meißnerinnen und Meißnern singen", sagt Norbert Herrmann. Texte für Volkslieder, Moritaten, Kanons und Lieblingsschlager werden verteilt. Die Plakette des Fummelplatzes ist in Keramik von Anja Zierbock-Lindner, Keralind, gestaltet und gebrannt. (SZ/pa)

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