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Neues Fitnessstudio wagt Start in Corona-Zeiten

Die Gründer haben viel Geld investiert. Die Gefahr erneuter Schließungen sehen sie nicht.

Martin und Tina Zimmermann eröffnen mitten in Corona-Zeiten ein Fitness-Studio in Nossen.
Martin und Tina Zimmermann eröffnen mitten in Corona-Zeiten ein Fitness-Studio in Nossen. © Claudia Hübschmann

Nossen. Der Traum vom eigenen Fitness-Studio. In diesem Jahr sollte er in Nossen Wirklichkeit werden. Seit drei Jahren ist es Thema für Martin und Tina Zimmermann. Im Januar dieses Jahres haben sie ernsthaft an der Umsetzung gearbeitet. Dann kam die Corona-Pandemie und mit ihr der Lockdown. Auch alle Fitness-Studios mussten schließen. Für die beiden ein Rückschlag. „Wir konnten nicht weiterarbeiten. Zwar hatten sie ihr Domizil in der Bismarckstraße 30 schon gefunden, „aber wir hatten noch keine Zusage von der Bank“, sagt Inhaber Martin Zimmermann. Die Gründung des Unternehmens geriet ins Stocken.

Die coronabedingten Schließungen bereiteten den Gründungswilligen kaum Kopfzerbrechen. Sie wagen trotzdem den Start in die Selbstständigkeit. Zweifel gab es keine. Ein Unternehmen zu gründen sei immer mit einem Risiko verbunden, meinen die beiden. Die Gefahr erneuter Schließungen von Fitness-Studios angesichts steigender Infektionszahlen mit Covid-19 sehen sie nicht. „Ich persönlich denke nicht, dass es noch einmal so einen Lockdown geben wird“, sagt Martin Zimmermann optimistisch in die Zukunft blickend.

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Als die Fitness-Studios in Sachsen Mitte Mai dieses Jahres wieder öffnen durften, „konnten wir mit unserer Planung wieder loslegen“, sagt Martin Zimmermann. Im Juli kam die Zusage der Bank. „Der Vermieter Alexander Gerkowski hat dann schnell die Räumlichkeiten und Fassade nach unseren Vorstellungen umbauen lassen“, sagt Tina Zimmermann. Die 31-Jährige ist Angestellte im Unternehmen. Weitere Mitarbeiter gibt es nicht, „auch aus Kostengründen“.

Auf 165 Quadratmeter Fläche stehen nun mehrere Ausdauer- und Kraftgeräte. Alle modern ausgestattet mit vollautomatischen Messungen, deren Daten in einem Armband-Chip des Trainierenden gespeichert werden. Zudem werden unter anderem Größe und Gewicht erfasst. Damit sei ein optimales Training an den Geräten ohne Überbelastungen möglich, erklärt Martin Zimmermann. Zudem gibt es Geräte für das sogenannte Muskellängentraining, an denen unter anderem die Beweglichkeit trainiert werden kann.

Im Obergeschoss befinden sich neben den Sanitäranlagen der Reha-Kursraum. Aufgrund Zimmermanns Ausbildung können Patienten auf Rezept bei ihm Sport treiben, wenn sie die Genehmigung durch eine Krankenkasse haben, erklärt der Trainer.

Rund eine Viertelmillion Euro haben die Zimmermanns in die modernen Sportgeräte investiert. Hinzu kommen Kosten für die Miete. Es sollte keine „Muckibude“ sein. „Die Menschen sollen fit bleiben oder werden. Das ist unser Ziel.“ Entsprechend wählten die beiden auch den Namen ihres Studios: Premium Fitness- und Gesundheitsclub.

Damit wollen sich die Zimmermanns auch von den anderen beiden Fitness-Angeboten, die es in Nossen gibt, abheben. Die nötigen Kenntnisse hat der 34-Jährige mit mehreren Fitnesstrainer-Lizenzen, auch für den Rehasport. „Mit Sport können die Menschen ihr Immunsystem stärken.“ Und deshalb hoffen die beiden, dass ihr Angebot angenommen wird.

Eine Marktanalyse ging der Gründung natürlich voraus, sagen die beiden. „Mit unserem Konzept bieten wir etwas komplett Neues in Nossen an. Im Umkreis von 20 Kilometern gibt es so etwas nicht“, sagt Martin Zimmermann.

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