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Nicht abgesagt

Der Stadt Meißen will an der Tradition festhalten, engagierte Bürger zu ehren – auch wenn das 2021 nicht wie in den Jahren zuvor möglich ist.

Als tanzendes Porzellan im Theater umrahmte das Tanzstudio Novak vor zwei Jahren den Neujahrsempfang der Stadt Meißen.
Als tanzendes Porzellan im Theater umrahmte das Tanzstudio Novak vor zwei Jahren den Neujahrsempfang der Stadt Meißen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Sehen und gesehen werden, dazu Gespräche mit alten und neuen Bekannten bei Musik, Häppchen und einem Glas Wein. Mit diesen Assoziationen verbinden sich die traditionellen Neujahrsempfänge, zu denen Kommunen, Einrichtungen und Vereine in den ersten Tagen des Jahres einladen. Jetzt, am Beginn von 2021, gibt es das nur in der Erinnerung. Jegliche Bemühungen für derartige Veranstaltungen fallen Corona bzw. den behördlich angeordneten Vorsichtsmaßnahmen zum Opfer.

In der Stadt Meißen soll dieses Ereignis, das auch wegen seines kulturellen Begleitprogramms als gesellschaftliches Ereignis gilt, aber nicht gänzlich ausfallen. Denn hier verbindet sich der Anlass auch mit der Ehrung von Meißner Bürgern, die sich um den Gemeinsinn in der Porzellan- und Weinstadt verdient gemacht haben. Die Geehrten werden mit einer Laudatio bedacht und erhalten als Dankeschön für ihr oft langjähriges Engagement einen Ehrenamtspreis der Stadt.

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Diese Tradition soll in diesem Jahr unbedingt weitergeführt werden, sagt Anne Dziallas, die das Büro des Oberbürgermeisters im Meißner Rathaus leitet. Einen Termin dafür gibt es noch nicht, und er könne natürlich erst festgelegt werden, wenn das Pandemiegeschehen dies zulasse. Gedacht sei an eine Art Sommerfest – auch um das Treffen, zu dem die Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken einlädt, unter freiem Himmel abhalten zu können.

Definitiv ausfallen wird der Neujahrsempfang des Meißner Gewerbevereins. Corona habe im vorigen Jahr auch viele Vorhaben des Vereins wie Feste und die Meißner Weihnacht verhindert, wodurch auch Einnahmen fehlen. Das Dankeschön an die Mitglieder und Helfer des Gewerbevereins, das die Vereinsführung bei dieser Veranstaltung zum Jahresauftakt zum Ausdruck bringen möchte, werde in diesen Tagen per E-Mail an alle Mitglieder übermittelt, wie Vereinschef Uwe Reichel ankündigt.

Auch die evangelisch-lutherische St. Afra-Kirchgemeinde verzichtet auf die große Zusammenkunft mit ihren Mitgliedern, Freunden und Gästen am Beginn des neuen Jahres – 2021 übrigens nicht zum ersten Mal. Wegen ihres von Angehörigen der Gemeinde gestalteten Rahmenprogramms hatte es der "Abend der Begegnungen" über die Grenzen der Stadt hinaus zu einem guten Ruf gebracht. In den vergangenen zwei Jahren schon hatte die Gemeinde auf diesen Höhepunkt am Jahresanfang verzichtet, informiert Ina Heß, die im Pfarramt der Gemeinde für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Überlegt werde in der Gemeinde, ein Sommerfest zu veranstalten.

Als ein besonderes Ereignis gilt auch der Neujahrsempfang der Meißner Kreishandwerkerschaft, die in Riesa ihren Sitz hat. Voriges Jahr zählte die Handwerkerlobby bei ihrem Neujahrstreffen im Meißner Burgkeller etwa 120 Gäste. Prominentester Besucher war Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Sachsens Regierungschef hatte angekündigt, 2021 wiederkommen zu wollen, sagt Jens-Torsten Jacob, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Bis in den Herbst hinein habe es auch so ausgesehen, als könnte es etwas werden. Auch ein verkleinerter Empfang sei im Gespräch gewesen. Als dann aber der Lockdown kam, wurde diese Veranstaltung ersatzlos gestrichen. Erst 2022 soll es wieder einen Neujahrstreff geben. "Wir wollen auch kein Sommerfest machen, denn das werden viele machen, und das wird sich dann häufen", sagt Jens-Torsten Jacob. (SZ/da/ewe)

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