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So weit sind die Arbeiten an der Questenbergschule

An der Grundschule sind die Bauarbeiten so weit fortgeschritten, dass die neuen Möglichkeiten sichtbar werden. Ein Rundgang über das neue Schulgelände.

Oberbürgermeister Olaf Raschke bewies beim Richtfest einen beherzten Hammerschlag.
Oberbürgermeister Olaf Raschke bewies beim Richtfest einen beherzten Hammerschlag. © Claudia Hübschmann

Meißen. Trotz abschüssigen Geländes und coronabedingter Verzögerungen: Zum Richtfest wurden alle Verzögerungen aufgeholt. Das mit Abstand größte Bauprojekt des Jahres bleibt im Zeitplan und wird nicht teurer. Seit Ende 2017 wird an Sanierung und Neubau der Questenberg-Grundschule geplant. Kostenpunkt: Rund 15,5 Millionen Euro. Pünktlich zum Schuljahr 2021/22 soll alles fertig sein. Bis dahin bleibt die 4. Grundschule in der Nassau das Ausweichquartier für die Grundschüler. 

Das Gröbste geschafft ist: Der Neubau steht sogar schon kurz vor den Dachdeckerarbeiten, die voraussichtlich Mitte Oktober beginnen. Ist alles abgeschlossen, soll das Gebäude zum Herzstück der Schule werden: Hier finden fast alle Fachräume - also Kunstraum und Musiksaal - Platz sowie eine Bibliothek. Außerdem entstehen sechs weitere Klassenzimmer, genau so viele wie im Altbau ohne den früheren Anbau. 

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Nebenan in der neuen Sporthalle ist das Dach schon gedämmt und abgedichtet, sodass die Handwerker bereits die ersten Fenster einbauen. Ist das abgeschlossen, kann mit dem Trockenbau sowie den Arbeiten an Heizung, Sanitär und Lüftung begonnen werden. In den abgedichteten Gebäuden geht es mit der Elektrotechnik los.

Die Lehrer freuen sich schon den Unterricht in der neuen Questenbergschule.
Die Lehrer freuen sich schon den Unterricht in der neuen Questenbergschule. © Claudia Hübschmann

Zwischen den beiden neuen Gebäuden soll ein Pausenhof entstehen, der zu einer Grünfläche mit Spielgeräten führt und in einen Sportplatz mit angrenzendem Schulgarten mündet. Die unmittelbar angrenzenden Kleingartenanlagen mussten dafür weichen. Den Schülern bleibt dafür nicht nur in der Schule, sondern auch in den Pausen viel mehr Platz als bisher. Die Arbeiten an Grünflächen, Wegen und Aufenthaltsbereichen laufen bereits. Eine besondere Herausforderung war es, die Schule trotz des stark abfallenden Geländes  barrierefrei zu gestaltet, erklärte Architektin Edna Lührs bei einer Führung über das Gelände.

Im bald sanierten Altbau sind Leitungen verlegt, die nur noch auf die digitalen Tafeln in den letzten Zügen. Zum Teil wurde parallel damit begonnen, notwendige Arbeiten im Bereich Trockenbau durchzuführen: In einigen Räumen ist Estrich verlegt und die ersten Wände wurden verputzt. Zudem werden an der Außenfassade die Gesimse sowie Gewände ergänzt und saniert.

Am Schnitt und an der Raumaufteilung des Altbaus ändert sich nicht viel: Der Werkraum bleibt im Keller, die sechs Klassen an gewohnter Stelle und auch der Haupteingang führt weiterhin über den Altbau. Allerdings entsteht dort eine neue Mensa. "Das neue Schulgebäude würde genügend Platz für eine dreizügige Grundschule bieten", so Lührs. Zuerst werde allerdings mit zwei bis zweieinhalb Zügen geplant.

Die neue Sporthalle soll einmal vielfältig genutzt werden: Nach der Schule gibt es für die Vereine der Stadt einen extra Treppenaufgang zur Halle und den Umkleidekabinen. Für die Stadt soll die Halle als mögliche Versammlungsstätte zur Verfügung stehen.

Durch den Neubau haben die Schüler nicht nur innen, sondern auch draußen mehr Platz.
Durch den Neubau haben die Schüler nicht nur innen, sondern auch draußen mehr Platz. © Claudia Hübschmann

Gleich zu Beginn der Bauarbeiten sind der ehemalige Gasthof, in dem die Schulsporthalle untergebracht war, das Heizhaus und der Anbau aus DDR-Zeiten abgerissen worden. Am Altbau erfolgte ein teilweiser Abbruch der Geschossdecken, um den Einbau des neuen Treppenhauses zu ermöglichen. Dann hatte die Corona-Krise den Zeitplan kurzzeitig  in Verzug gebracht, der mittlerweile wieder aufgeholt werden konnte.

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